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Der Basler – Stamm.

 von Arx Wappen  Basel um 1500

 

 

Nr. 1:

von Arx - ?

Konrad (Kunzmann) von Arx; Spengler, gehörte seit 1406 der Safranzunft (Krämer) an, „Cuontzman von Arx der Kremer“ verdiente sich in diesem Jahre das Bürgerrecht von Basel auf dem Zuge nach Pfeffingen; 1408 war er Stubenmeister dieser Zunft; sein Name figuriert (ebenfalls wird seine Frau erwähnt) unter den Einnahmen der Basler Jahresrechnung von 1411/12, sowie in der Jahresrechnung von 1414/15. Am 22. Oktober 1418 erwarb er Haus und Hofstadt „zem grünen beren am alten Rindermarkt“ (Gerbergasse, alt Nr.1648, neu 5), welches er und seine Frau im Jahre 1421 verkauften. Am 21 März 1422 kauften sie Haus und Hofstatt „ zum swartzen Hauen“ (Sattelgasse 1572 bez. 6), welches er 1442 mit Bestimmtheit noch besaß und vermutlich in diesem Jahre an seinen Sohn Hans übergegangen war. 1429 versteuerte er ein Vermögen von 1000 bis 1500 Gulden. 1437 war er Sechser, erscheint im Wappenbuch der Safranzunft (Schräg-Links-Teilung mit einer wachsenden halben Lilie, bez. „H. Cuntzman von Arx), gestorben um 1442.

Ehefrau: Adelheid geborenen?; verehelicht vor 1411; kaufte am 26.Oktober 1452 das Haus „zum Rosengarten“ gestorben nach 1452;


Kind:

1.

Hans von Arx Nr. 2

Belege:

  1. Jahresrechnung 1411/12 „sub domino Arnoldo de Bernfeils magistro civium, Henmanno Buchpart magistro officiorum ist empfangen und uszgeben daz gancze jahre von sant Johannes tage zu sungihten anno etc XIº untz uf sant Johans tag ze sungihten anno XIIº daz so hienach geschrieben stat, des ersten empfangen: … Item von Counrat von Arx dem Spengler IIº flor minus VIII flor damitte er und sin Wib kouft hand XVI flor gelts lipgedingen, hand getan in phenningen IIº VI lb VIII sh …
  2. Jahresrechnung 1414/15 „ Under hern Burckarten ze Rine ritter burgermeister und hern Buchparten ammanmeister von sant Johanns tag ze sungihten anno etc CCCCºXIIIIº uncz uf sant Johanns tag ze sungihten anno etc CCCCXVº daz gancze jahre ist empfangen und wider uszgeben das so hie nachgeschrieben stat: … Von Conrat von Arx dem Spengler LXXXXVI flor darumbe im und sime wibe ze kouffend geben sint VIII flor lipgedinges, faciunt CIII lb IIII sh …“
  3. Historisches Grundbuch Gerbergasse 1648:  1418, Sabato post Galli (22. Oktober), Thoman zem herhorn ein burger von strassburg gab Counrad von Arx dem spengler burger ze Basel d. Haus & Hofstatt, gen. Zum grünen beren ze Basel an den alten Rindermarkt, zwischen den hüsern z. swartzen sternen & biberstein“  1419 wird „Conraden von arx“ wieder erwähnt. 19. August 1420 „Conrat von Arx gegen Thoman zem Herhorn von Strassburg vor Gericht, wegen Zins d. Hus & Hofstatt gen. Zem grünen Beren, welches Herhorn dem von Arx `ze koufend geben“ 1421 „Conrat von Argx der Spengler und Adelheid sin ewirtin verkaufen an Andres Mergklin Hus & Hofstatt gem. zem grünen Beren, am alten Rindermarkt um 120 Gl.
  4. Historisches Grundbuch Sattelgasse 1572: „ 1422 Sabato an Letar (21. März), Heinrich Nuwenstein der schnider und seine Freu verkaufen an Conrat von Argx dem Spengler und seiner Frau Adelheid daz Hus & Hofstatt, so man nennt zum swartzen Hauen, gelegen an der Sattelgasse, um 195 fl., zinst unter anderm den closterfrouwen ze Claren 2 lb“ 1435 „domus et aren Nicoladi dicti mail tenicultators nuncupatum zem sevenbäum sitis in der sattelgassen , l lb; nunc Cunradus de arx, tenaculator, Martini 1436“ 1442 „ nunc filius Cunradi arx dat; - nunc Hans Zangenberg“ da dieses Haus vermutlich an seinen Sohen überging, so ist im Fertigungsbuch, sowie im Historischen Grundbuch über diesen Eigentümmerwechsel auch kein diesbezüglicher Eintrag vorhanden.
  5. 1429 „Cêmer: … Cunrat von Arx 4g. …“ (Das Steuerbuch ist in verschiedene „Rodeln“ eingesteilt z. B. Kouflute, Cêmer, Smide, Metziger usw. Konrad von Arx mit dem Steuerbetrage von 4 gl. gehört in die Steuerklasse IX das heisst er verteuerte ein Vermögen von 1000 bis 1500 Gulden.
  6. Jahrzeitbuch St. Andreas A, Seite 13 („Cuntzmann von arx der kremer“) Seite 31 („Cuntzma von arx); Jahreszahl ist jedoch unleserlich. Im Historischen Grundbuch Sattelgasse 1572 wird er an Martini (ll. November) 1442 (laut Quelle St. Peter, fol. 34) letztmals erwähnt (vgl. auch Beleg 4).
  7. Witwe des „Conrad von Arx“ kaufte dieses Huas von Ulrich Hering sel.

 Stamm Tafel Basel1 **********************************************************************************************************************

Nr. 2

von Arx - Irmi:

Hans von Arx, Gewandmann (Tuchhändler, wotman), gehörte seit 1437 der Safran – Zunft und seit 1452 der Hausgenossen –Zunft (Bären – Zunft) an; Sohn des Kunzmann von Arx. Am 11. Januar 1446 verkaufte er ein Haus zu St. Jakob, am 21. September (ebenfalls wird hier seine Freu erwähnt), ein solches, benannt „zem Sefyborn“ (sattelgasse 1572 beziehungsweise 6; Beleg Nr. 4. Im Jahre 1451 (n. Joh. Bapt., Ende Juni/anfangs Juli) kauften sie Haus und Hofstatt „zum Eberstein, under den becheren“ (Freiestrasse 1635), welches 1463 noch in seinem Besitze war (Beleg Nr. 5). Er figuriert in einem Steuerverzeichnis von 1446, umfassend die wohlhabenden und reichen Personen Basels, das heisst Besitzer eines Vermögens im Werte von mindestens 200 Gulden  (Beleg Nr. 6); laut Margzalsteuerverzeichnis von 1453/54 versteuerte er ein Vermögen von 1900 Gulden (Beleg Nr. 7). Er erscheint ferner in verschiedenen Büchern des Gerichtsarchivs (vgl. hierüber Beleg Nr. 8), und figuriert in folgenden Urkunden: dat. 2. Januar 1461 (Nr. 35), 30. Januar 1464 (Nr. 36), 30.März 1472 (Nr. 37). – Die Urkunde vom 30. Januar 1464 trägt sein Siegel (Wappenbild: Schräg- rechts- Teilung mit einer wachsender halben Lilie). Er starb im Jahre 1474

Ehefrau: Elsina geborene Irmi; erscheint seit 1446; Tochter des Hans Irmi (1423 – 1469), Kaufmanns, des Grossen Rats, und der Gerda geborene ? (über dieses Geschlecht vlg. Beleg Nr. 9); verehelicht vor 1446; testierte am 25. September 1456 zugunsten des Konvents zu Predigern; gestorben 1474

Kinder:

1.

Caspar von Arx        Nr. 3

2.

Heinrich von Arx      Nr. 4

3.

Margret von Arx; verehelicht vor 1459 mit Diebold Thommen, gen. Zer Stralen; gestorben 1477

Belege:

 

1.

Eintrag der Zunftaufnahme: „1437 Hans Arx“

2.

1452 „Hans von Arx“ hat diese „empfangen“

3.

Hans von Arx verkaufte mit Peter Schlatenbrand ein Haus.

4.

Historisches Grundbuch Sattelgasse 1572: „1446 Mathey (21. September), Hans von Argx des Kremer und seine Frau Elsine, verkaufen an Hansen Zanggenberg der Watman und seine Frau die Hüser & Hoftatt, dero eins genant zem Sefyborn, daz ander zem swartzen Hauen, gelegen hinder der schul nebeneinander, um 550 fl. Ueber Besitzergreifung vgl. Nr. 1 Beleg Nr. 4

Historisches Grundbuch  Freiestrasse 1635: „ 1451, ? nach Johann Baptist (Ende Juni/anfangs Juli), Heinrich von Oeringen verkauft an Hannsen von Argx des Kaufmann & seine Frau Elsen, das Hus & Hofstatt genannt Eberstein, gelegen neben dem koufhus, zinset Clausen von Bader 3 lb, um 315 fl.“; „1463 Hans von Arx, 15 guldin uf Galli; mitschuldner Hans Irmi der alt und Hans Irmi der jung, underpfand Hus & Hofstatt genannt Eberstein under der bechereh“. Ueber Verkauf dieses Hauses enthält das Grundbuch keine Angaben; vermutlich ging dasselbe an sein Sohn Heinrich über (vlg. Nr. 4, Beleg 5)

5.

6.

Steuern von 1446 der „wohlhabenden und reichen Personen, das heisst der Besitzer eines Vermögens im Werte von mindestens 200 fl.“: aus dem St. Martinskirchspiel: … Hans Imry und sin wip, Hans von Argtz und sin wip, Hans in sun (gemeint ist offenbar der Sohn des Imri) und sin wip 2 kind 33½ sh“ (bei 17 sh =  Vermögen 3500 – 3530 fl.)

7.

Margzalsteuer von 1453/54 „Der grossen Stadt dissit dem Birsich  (St. Martin- und St. Alban – Kirchspiel): St. Martin: … Nr. 200, Becher 15, Hans von Arx, (Steuerbetrag) 5 g, (Vermögen:) 1900 g“ „ Disit dem Birsich, Sant Martin kirchspiel, Nr. 151, 200, Hans von Arx selb 3“. Diese letzte Quelle ist eine Abschrift der im Leonhardarchiv entdeckten, höchst wahrscheinlich auf die Schillingsteuer von 1545 fussende Steuerbevölkerungsliste; die erste Nummer bezeichnet die laufende Nummer dieses Verzeichnisses, die zweite die Nummer des ersten Regiesters.

8.

a. UB: 26. April 1446 (Hemann Offenburg, Ritter, contra Hans von Arx); 23.Mai 1461 (Hans von Arx) 10.Juni (Hans von Arx contra Bernharts Sürlin un Hans peter Sürlin, Ritter, Gebrüder, contra F. von Tegenau); 3. November 1467 (Hans von Arx, der Gewandmann, contra J. Burkarts von Ramstein)

b. FB: 28.Mai 1459 ( Verkauf an Hans von Arx); 15.Mai 1462 Hans von Arx Gewandmann, als    Vogt von Barbara, Frau von Mathys Eberles); 4.April 1465 (Hans von Arx als Vogt von …, Frau von Claus Mödin). 

Familie Irmi: Hans Irmi d.A. (1423 – 1469), Kaufmann, des Grossen Rats, seit 1423 in der Zunft zum Schlüssel, angesehenes Basler Handelshaus Irmi; seine Frau; Gerda,  seine Kinder 1. Stephan, Prior zu Predigern und Beichtvater zu Maria Magdalena (1455, † 1487) 2. Hans Kaufmann, des Rats, 1444 in die Zunft zu Safran aufgenommen, doppelzünftig zu Safran und Schlüssel, † 1477 3. Thomas Weber, des Rats, 1448 – 1464, 4. Magdalena (1450 – 1494), 5. Elsian (1455, †1477; Gattin des Hans von Arx)

9.

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NR. 3:

Von Arx – Gelterchinger:

Casper von Arx Gewandmann (Tuchmann); gehörte seit 1467 der Safran Zunft (Tuchleute) an; die Aufnahme erfolgte durch Zunfterneuerung als Sohn dens Hans von Arx (Nr. 2 vgl. Beleg Nr. 1); hatte nur die Seelzunft 1473 war er Sechser und 1486 Seckelmeister der Schlüsselzunft. Erscheint in der Jahresrechnung von 1469/70 unter Rubrik der Ausgaben (Beleg Nr. 2); versteuert 1475 ein Vermögen von 1200 Gulden und wohnte damals im St. Martins- Kirchspiel „ vom kornmarkt untz zem kouffhus“ (Beleg Nr. 3). Er erscheint in folgenden Urkunden 9. August 1476 (Nr. 38), 29. Mai 1486 (Nr. 40), 4. August 1488 (Nr. 41), 1. April 1490 (Nr.42), 23. April  1491 (Nr. 43), 17. September 1491 (Nr. 44), 20. Februar 1492 (Nr. 45), 10. Oktober 1494 (Nr. 46), und am 12. Februar 1506 (Nr.48) Die Urkunden vom 9. August 1476, 29. Mai 1486, 1. April 1490 und 10. Oktober 1494 tragen sein Siegel (Wappenbilde: Schräg – rechts Teilung mit einer wachsender halben Lilie); im Gegensatz zum Siegelbild weisen die beiden Wappenbilder aus den Wappenbüchern der Schlüssel – Zunft die Schräg – links Teilung auf. Ferner wird er in den Beleg Nr. 4 verzeichnete Büchern des Gerichtsarchivs erwähnt. 1493 nennt ihn das Offnungsbuch als Wegmeister; gestorben nach 1497 (Beleg Nr.5)

Ehefrau: Barbara geborene Gelterchinger, Tochter des Werner (Wernli) Gelterchinger, Bürger von Waldshut (vgl. auch Einleitung, von Arx im Rat zu Waldshut) verehelicht vor 1475; gestorben nach 1491.

Kind:

1.

Hans Friedrich von Arx    Nr. 5

Belege:

1.

Eintrag der Zunfterneuerung: „1476, Caspar von Arx“ als sun des „Hans Arx“

2.

Jahresrechnung 1469/70 „ Dagegen ist dis jare wider uszgeben: … Item Caspar von Arx von Wernlin Gelterchingers wegen IIIº gulden damit im XV gulden gelds abgelost sint …“

3.

Steuern pro 1475 der wohlhabenden und reichen Personen: St. Martin, vom kornmarkt untz dem kouffhus: … Caspar von Arx 1200 g …

4.

a: 30. Januar 1475 (Wernli Gelterchinger … s. Tochtermann Caspar von Arx), 27. Februar 1475 ( Caspar von Arx der Gewandmann für Wernlin Gelterchinger von Waldshut) 13.Mai 1475 (Caspar von Arx und Heinrich von Arx contra ihre … Die bolds zur Stralen (ihr Schwager ?) und Hans Schürly), 22.August 1489 (Claus Reiher und andere Erben von Balthas … contra Caspar von Arx), 19.September 1492 (Cossmann Ertzberger, Substitut des Stadtschreibers contra Caspar von Arx).

b: 9.Mai 1481 (Verkauf an Caspar von Arx der Kfm. Und seiner Frau Barbara), 14.April 1492 (Baltasar Irmi, Caspar von Arx und Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg, Gebrüdert verkaufen …

5.

Im Zunftbuch III, Schlüssel Nr. 12, wird er 1497 nochmals erwähnt; die Urkunde von 1506 in welcher sein Name ebenfalls figuriert bildet keinen Beweis dafür, dass er damals noch lebte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 Nr. 4:

von Arx – Senger

Heinrich von Arx, Kaufmann; gehörte seit 1473 der Safran – Zunft  (Krämer) an; die Aufnahme erfolgte durch Zunfterneuerung als Sohn des Hans von Arx (Nr. 2, vlg. Beleg 1); doppelzünftig; 1476 empfing er die Bären – Zunft (Hausgenossen – Zunft). Im Namen der gnädigen Herren von Basel regierte er während 10 Jahren, vom 13. März 1485 bis Juli 1495, als Landvogt auf Homburg (Beleg Nr. 3) an seine landvogteilich Tätigkeit erinnert noch eine Wappenscheibe (Wappenbild: Schräg – rechts – Teilung mit einer wachsender halben Lilie), die ehemals die Kirche zu Läufelfingens ( in der nähe der Homburg gelegen) schmückte und heute im Historischen Museum Basel aufbewahrt wird. Er erscheint in folgenden Urkunden: 7. September 1479 (Nr.39), 23. April 1491 (Nr. 43). Ferner figurierte ei in den in Beleg Nr. 4 erwähnten Gerichtsbüchern. Am 26. November 1475 verkaufte er Haus und Hofstatt „zum Eberstein, under den becheren“ (Freiestrasse 1635, Beleg Nr. 5; gestorben 1495 Beleg Nr. 6;

Ehefrau:

Elsi geborene Senger; verehelicht vor 1482, wird in einigen Gerichtsbüchern erwähnt Beleg Nr. 7, gestorben nach 1496,

Kinder:

1.

Diepolt (Theobald) von Arx    Nr. 6

2.

Ursual von Arx wird 1495 erstmals erwähnt gestorben nach 1496

Belege:

1.

Eintrag der Zunfterneuerung: „ 1473 Heinrich von Arx“, als Sohn des „Hans von Arx“

2.

„Heinrich von Arx“ hat im Jahre 1476 die Hausgenossen – Zunft „empfangen“

„ An die vogtei zu Homburg bittet Wernlin von Vitingen, Lienhart Haffner von Liesta, Heinrich von Arx“ (24. Februar / 9.März 1485), gewählt wurde Heinrich von Arx . Bei seinem Amtsantritte (13.März 1485) wurde über den Hausrat im Schlosse folgendes Inventar aufgenommen: „ vij armbrest, vj kocher, v kropfen, ij winden,j kettenzu geffangen lutten, r handbüchsen yssen vnd eren, v hockenbüchsen, ij yssen füstlin, j steinbüchsen, j tarasbüchsen,j wechterbllelecz, ij fylczschuch, j fierttel, iij byckel, ein hat der wegmacher , j heyssen, j yssenschlegel, iiij yssen wecken, ij yssen lüchter, j muostrog, j boes kensterlin, ij houwen“. – 1486/87 musste er Knechte ins Schloss nehmen (Sold 89 lb 3 sh) , und schaffte ein „gloglin“ an wohl für den vom Haupttore aus eingerichteten Glockenzug. – Während seiner Amtstätigkeit vergrösserte er den Inventarbestand erheblich; bei der Aufnahme des Inventars anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amte (8. Juli 1495) wurde folgender Zuwachs verzeichnet „j pfefferstein, vnd j stoessell, j mordax by dem thor, ij kettenen an ein gelgen, j tumysen, j folterseil“. – Sein Nachfolger wurde Hans Hirt.

3.

a: UB: 13. Mai 1475 (Caspar von Arx und Heinrich von Arx contra ihre … Diebold zer Stralen und Hans Schüry), 25.Januar 1476 (Diepold zer Stralen contra Heinrich von Arx wegen Erbgut seines Vaters sel.), 12. Juli 1477 (Heinrich von Arx contra Diepold zer Stralen), 20. November 1486 (Anton Schermann und sein Schwager Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg, contra …),  5.März 1487 (Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg contra …)

b: FB: 19.September 1482 (Heinrich von Arx und seine Frau Elsi verkaufen …), 4.September 1487 (Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg, und seine Frau Elsi …), 16.Februar 1488 (Heinrich von Arx und seine Frau Elsi verkaufen …), 14. Juli 1490 (Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg, und seine Frau Elsi verkaufen an Diepold Thoman und Albrecht Thomann, gen. Zer Stralen), 14.April 1492 (Balthasar Imri, Caspar von Arx und Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg, Gebrüder verkaufen…).

4.

5.

„1475, Mercurii (26. November), Heinrich von Arx verkauft an Josen Spalt den Goldsmit und seiner Frau das Haus und Hofstatt, gen. Eberstein, so gelegen ist dem Hus zer smalen Sunnen, um 320 fl.“ Dieses Haus hat Heinrich von Arx vermutlich von seinem Vater übernommen, das der letztere 1451 kaufte (vgl. auch Nr. 2 Beleg Nr. 5)

6.

Unterm 8.Juli 1495 wurde das in Beleg Nr. 3 genannte Inventar aufgenommen, und am 11. Juli gleichen Jahres wird seine Frau erstmals als Witwe bezeichnet.

a. UB: 11. Juli 1495 (Elsi Seemann ( recte Senger), Witwe von Heinrich von Arx, mit Hans von Kilch, des Rats bevogte), 20.Juli 1495  (Diepold und Ursula, Kinder von Heinrich von Arx sel. mit Claus Tüb  bevogtet)

b. FB: 12.April 1496 (Elsi Senger, Witwe von Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg, bevogtet mit Hans von Kilch, des Rates, und ihre beiden Kinder Diepold und Ursula, bevogtet mit Claus Tüb, dem Kannengiesser, verkaufen an Balthasar Irmi …), 14. Dezember 1496 (Elsi Senger, Witwe von Heinrich von Arx, Vogt zu Homburg verkauft an Balthasar Irmi des Rats …).

7.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nr. 5

von Arx - ?

Hans Friedrich von Arx, Tuchscherer gehörte seit 1497 der Safran – Zunft an (er wird erwähnt unter den „nicht safranzünftigen Berufen“) die Aufnahme erfolgte durch Zunfterneuerung mit Beistand seines Vaters, Caspar vo Arx (Nr. 3 Beleg Nr. 1). Doppelzünftig: im gleichen Jahre (1497) erneuerte er ebenfalls die Schlüssel – Zunft. Am 20. Februar 1514 kauften er und seine Frau Haus und Hofstatt dgen. „zer blauwen schilt“ (Hutgasse 1716 beziehungsweise 24) , welches sie am 24. Januar 1523 wieder verkaufen (Beleg Nr. 2). Gestorben nach 1523

Ehefrau: Anna geborene ?: verehelicht vor 1514 gestorben nach 1523

Kinder:  ?

Belege:

1.

Eintrag der Zunfterneuerung: „1497 Hanns Fridrich von Arx“

Historisches Grundbuch Hutgasse 1716 bezw. 24: „ 1514 Montag vor Kathedra Petri (20. Februar) Jacob Hürling der alte Vogt verkauft an Hans Friederich von Arx den tuchscherer und seine Frau Anna das Hus & Hofstatt gen. Z. Blauwen schild, oben in der Winhartzgassen, um 150 fl: zinst (u.a.) jährlich zu Clara 2 lb 1 sh. – „ 1514 Zinstag vor sant Peters Stulfeyer (21.Februar), Hanns Friederich von Arx der Tuchscherer und seine Frau Anna verkaufen an (recte: kaufen von ?) Jacob Hürling alten Vogt zu Basel und seiner Frau 6 fl. Jährl. Ab grein Hus z. Blauwen schild genannt., um 120 fl. .-  „ 1522, Samstag nach Martinj (18. November), Jacob Hürling hat Hans Friedrich von Arx dem Tuchscherers Hus oben an Wienhartgasse, gen zum plawen Schild, Missbow & versessener zinsen halp, als es im jährl. 6 fl. Zinst, gefrönt“. – 1523 Samstag s. Anthonientag (24. Januar), Jacob Hürling der Räten kauft in Gericht Hans Friederich von Arx des Tuchscherers und seiner Frau Hus & Hofstatt, oben in Wienhartgassen, zum blauwen schilt genannt

2.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nr. 6

von Arx – Senger (Schermann) – Brückli:

Diebolt (Theobald) von Arx  Kannengiesser, des Rats, Lohnherr zu Basel, Vogt zu Homburg.- Geboren um 1480; Sohn des Heinrich von Arx; erneuerte 1500 die Bären – Zunft (Hausgenossen – Zunft)  Beleg Nr. 1 Doppelzünftig: seit 1504 gehörte er ebenfalls der Safran – Zunft an (er wird hier unter den „nicht safranzünftigen Berufen“ genannt); der Eintritt erfolgte durch Zunftkauf mit Barzahlung Beleg Nr.2. War Lohnherr zu Basel (24. Oktober 1508, 15. Februar / 26. April 1509; Anlässlich der Mailänderkriege (25. November bis 31. Dezember 1511) wird unter den, den Hauptleuten beigegebenen drei Lieferherren „Diebolt von Arx“ erwähnt Beleg Nr. 3. Von 1514 bis 1522 war er als Nachfolger von Hans Hirt Landvogt auf Homburg; laut Jahresrechnung 1515/16 und 1516/17 betrug für dieses Amt der „jarlon X lb“ Mit Urkunde dat. Basel 3. Juli 1514 erklärte er, dass er von Bürgermeister und Rat zu Basel zu ihrem Vogt auf Homburg angenommen wurde und „geworn hab, das schloss Homberg so tag so nacht getruwlich zu behüten, das niemer onsatz zu lassen, in (seienm) abwesen stäts zum ministern einen verfangklichen knecht darau zu haben, der das schloss thug bewaren“ (vgl. Urkunde Nr. 50) 1507 zahle ihm die Safran – Zunft „von dem giessfassbekin zu machen“ 6 ib 18 sh 8 d. Am 23. Oktober 1508 kauften er und seine Frau Anna Senger verw. Schermann, das Haus „z. hindem Waldshut, uf der Kutelbrugk“ gelegen, dessen Besitzer er im Jahre 1526 noch war (Rüdengässlein 1651 bezw. 2; Beleg Nr. 4. am 12. März 1514 kauften er und seine zweite Frau Barbara Bürckli, Haus und Hofstatt genannt „Howensteins hus an der Spalen“ (Schnabelgässlein 1703 bezw. 1) am 10. Mai 1530 verkauften sie dasselbe Beleg Nr. 5. – Im Jahre 1511 erstellte er das Glokentürmchen auf dem Rathaus zu Basel Beleg Nr. 6, Die Urkunde vom 3. Juli 1514 siegelte er mit folgenden Wappenbild: Schräg – links Teilung mit einer wachsenden Lilie). Ein weiteres Wappen von ihm ist ebenfalls in Konrad’s Wappenbuche enthalten; im Gegensetz zum Siegelbild weist das letztere die Schräg – rechts Teilung auf. In den Jahren 1530/32 wohnte er zu Zeglingen, Kt. Basel – Land. Gestorben 1534 Beleg Nr. 7.

1. Ehefrau Anna geborene Senger; Witwe des Anton Schermann, des Rats; sie erschien seit 1503; verehelicht zwischen 6. Juli 1507 und 24. Oktober 1508. gestorben nacht 1508

2. Ehefrau Barbara geborene Bürckli; verehelicht vor dem 12. März 1514 gestorben nach dem 5. April 1535

Kinder:

 

 

Ursula von Arx; verehelicht mit Lux Suter, von Zeglingen Kt. Basel – Land (hatte zwei Kinder Barbara und Adelheid Suter); verstorben vor dem 4.September 1539

 

 

1.

 

 

 

 

Margret von Arx; erscheint seit 1536; verehelicht erstmals 16.Feruar 1539 (ST. Leonhard – Basel) mit Fridli Esslinger (+ vor 1550), Brotbeck;  zweitesmal vor 1557 mit Caspar Hüglin, Weissbeck (+ nach 1573); gestorben nach 1573

 

 

2.

 

 

 

 

Elisabeth von Arx; erscheint seit 1536; verehelicht ertmals 30.April 1537 (ST. Leonhard – Basel) mit Hans Sattler (+ vor 1559) Kürschner, Bürger von Basel; zweitmals vor 1562 mit Hans von Seltz, Kürschner zu Basel. Am 10. März 1562 kauften sie das Haus „z. Rechberg“ (Schneidergasse 1758 bezw, 33, Beleg Nr.9 Ehefrau gestorben nach 1562.

Nachtrag:

Signatur:

Gnadental No. 479

Titel:

Hanns von Seltz, der Kürschner, Burger von Basel, und Dorothea Anthonj, seine Frau, als Hauptverkäufer, verkaufen um 100 Gulden dem Meister Mang Grass, dem Kürschner, Burger und des Rats zu Basel, dem Vogte der Elspeth von Arx, der Witwe des Hans Sattler, des Gerichtsboten, Burgers von Basel, 5 Gulden jährlichen Zins ab Haus & Hofstatt, an der Schnyder Gassen neben genannten Nachbarn gelegen, ist genannt Rechberg; ist wiederkäufig um 100 Gulden

Entstehungszeitraum:

10.03.1562

Originaldatierung:

1562 "uff zinstag nechst vor Iudica, den zechenden tag mertzens"

Verzeichnungsstufe:

Dokument

Archivalienart:

Urkunde

 

 

Inhalt und innere Ordnung:

Sprache:

deutsch

Entstehungsstufe:

Original

Vermerk:

Dorsalnotiz
1566 März 27.
Clauss Sattler, der Kürschner, Burger von Basel, der Sohn der auf der Vorderseite genannten Käuferin Elsbeth vorm Arx, verkauft den Pflegern des Klosters Gnadental den auf der Vorderseite genannten Zins von 100 Gulden
1566 "uff mittwuch nach dem Sontag Letare Inn der fastenn"
deutsch.
Am 12. März 1684 ist das Kapital abgelöst worden

Beschreibstoff:

Pergament

Siegel:

Die Siegel des Theodor Merian und des Meisters Jacob Gebhart hängen, ersteres beschädig

Diese Informationen habe ich von DORIS RIEDER

 

 

3.

 

 

 

 

 

 

 

4.

 

Christian von Arx; Schneider, erscheint seit 1536; gestorben nach 1545

Nachtrag:

Signatur:

Ratsbücher D 2 fol. 69

Titel:

Christian von Arx der Schneider, Sohn des Diebold von Arx, des Rats sel. und der Barbara Brugklin sel., beide von Basel, erhält von Bm. und R. der Stadt Basel Mannrechts- und Abscheidbrief

Entstehungszeitraum:

30.12.1545

Originaldatierung:

Mitwochen den XXX tag decembris 1545

Verzeichnungsstufe:

Dokument

Archivalienart:

Urkunde

Diese Informationen habe ich von DORIS RIEDER

 

 

 

 

5.

 

Johannes (Hans) von Arx  Nr. 7

 

 

Belege:

1.

Eintrag der Zunfterneuerung: „1500 Tiebolt von Arx, Heinrich von Arx sun“

2.

Eintrag der Zunftaufnahme: „1504 Diebolt von Arx“

Aus der anonymen Chronik der Mailänderkriege in Baseler Chroniken: im Jahre 1511, „14 tag nach sant Martinstag (25.November), zugent die Eidgenossen wider den küng von Frankrich gon Bellentz zu ( in Bellinzona, wohin die Schwyzer vorausgezogen waren, sollte das Heer sich sammeln) und über den Montkenel, verbranten das land allenthalben bisz gon Meyland (Mailand) zur statt. Und wolt niemand mit ynen schlachten (schlagen). Doch so verlurent die Länder (Waldstätte) etwo manchen man, so die Frantzosen uffriben, in dem als sy kisten fegen (das heisst privatim auf Raub ausgenen) wollten. Desz glichen tetten ynen die Eidgenossen widerumb. Aber die von Basel verluren nie kein man. Under welchen was junckher Henman Offenburg houptman, Hans Bratteler der metzger fanrich, Hans Sibmacher und Ulrich Yesnflamm liferherren. Und kament nach wyehenachtenwider heym (genauer am 31. Dezember 1511)“. Laut Auszugsrodel wurden den Hauptleuten Topenstein und Yesnflamm  Ratsherren „beigegeben“, und neben diesen noch 3 als Lieferherren, nämlich Bartholomäus Briefer, Diebolt von Arx und Heinrich von Oeringen, unter welchen jedoch einzig Briefer den Rath angehörte.

3.

Historische Grundbuch Rüedengässlein 1651 bezw. 2: (1503 noch nicht Eigentümer), „1508, Mitwoch vor Symons & Juda (23.Oktonber) Conrat Slündil der Bader und seine Frau Margreth verkaufen an Diebold von Arx  der Stat Lonherr und Frau Ermelin (recte: Anna) Schwermann, wyl Anthony Schermans der Reten sel. Witwe, 10 lb jährl. Zinsens, ab zwei Badstuben mit gehus hofstatt, Kesseln und allem Betgewand, uff der Kuttelbuegk gelegen, und hinderen Waldshut genant ist zinst … s. Joh. Bruderschaft uf Burg 10 sh, item andas Glocknerampt uf Burg 10 sh, und dem Zinsmeister von d. Brunnenwasser Steblins brunnen auch 10 sh. Und zulestz an Albrecht Scherenmesser … 15 fl. Sonst frei, um 200 lb. -  „ 1508 Zinstag vor Simonis & Juda (24. Oktober), Diebolt von Arx der Stat Lonherr und dan Frau Ermelin (recte: Anna) Schwermann, wyl Anthony Schermans der Reten sel. Witwe, verkaufen an Cunraten Schlündli … die Badstuben mit Hus und Hofstatt mit dem Wasser von Steblins Brunnen, … uff der Kuttelbrucken, uff dem Birsich gelegen, und hindern Waldshut genant ist. – „ 1513, Zinstag nach letare (8.März), Conrat Schlündli … verkaufen an den Bader, inwohner zu Basel, die Badstuben, Hus & Hofstatt … zinst (u.a.) zuletzt an Diebolt von Arx und Wil Anthon Schermans sel. wie 10 lb“. – „1516 Hannes von Oberkirch verkauft  … die Badstuben mit Hus und Hofstatt an Hannes Meyer den Bader … zinst … (u.a.) zuletzt an Diebolten von Arx Vogt zu Homburg, 10 lb. . – „1519 Zinstag p. Vincula Pettri (26.Juli) Hannes von Oberkirch verkauft an Protasius Schöni den Bader die Badstuben, Hus & Hofstatt … zinst und dann Diebolten von Arx Vogt zu Homburg 10 lb , sodann ist auch solche Badstuben mit samt den Badestuben zum Mülstein von Diebolten von Arx wegen gegen den Frauen zu Clingenthal haft um 100 fl Hptg. Und 5 fl“. – „ 1526, Samstag v. Katherine (24. Juni) , Protasius Schöni der Bader … zinst (u.a.) Diebolten von Arx 10 lb“ Bis wann er wohnte ist nicht gewiss, jedenfalls war er am 24. Juni 1526 noch Besitzer des Hauses.

4.

5.

Historisches Grundbuch Schnabelgässlein 1703 bezw. 1: „ 1514, uff Gregory Pape (12.März); Das St. Maria Magdalena closter verkauft an Diebolt von Arx dem Kannengiesser und seiner Frau Barbara Bürcklin das Hus & Hofstatt gennant Howensteins hus an den Spalen, gegen dem Hus zum Gyren über Eck, des Scherbengesslins zu einer und zum liess den Keller zur anderen an dem siten gelegen, ist zinsfrei, um 170 fl“. – Im Fünfergerichtsprotokoll vom 1515 ist er eingetragen mit „thiebolten von arx, unserm Vogt zu Homburg“ ( Entscheid zwischen ihm und Casper Davit der Metzger betr. Die Scheidmauer zwischen den beiden Häusern). „1517, Via Gallj (16. Oktober?), Claus Rott, Schaffner d. Frowen an Steinen, hat Diebolt von Arx dem Vogt zu Homburg sin Hus an den Spalen, am Egg, von dem Hus zum Gyren über, am Scherbengessly gen. Howenstein versessener zinsen halp, als es den Frowen 8fl zinset, gefrönt“. – „1530 (10. Mai.) Diebolt von Arx sesshaft zu Zeglingen und seiner Frau  Barbara verkaufen an Fridlin Riffen den Weber, des Rats, … das Haus und Hofstatt an den Spalen, … zinset dem Steinencloster 10 lb, sind abl. Sonst frei 50 lb“. – „ 1534 git Diebolt von Arx 8 guldin für jeden gulden 1lb 5 … uff sant Hilarien tag uff & ab dem Hus & Hofstatt mit aller siner zugehörd als das in der statt Basel, an sen Spalen … genannt ist“.

Jahresrechnung 1510/11: Ithem 7 ib 3 sh 7 dn um 13 totzen stangöl zum helm uff dem richthuss“; Fronfastenrechnung 1511/12: „Item 91 ib 12 sh geben Dipold von Arx unserm Lonherren von dem helm uff dem richthuss ze machen lon und bly und alle ding als mit im vorkommen ist“ – Der Kern dieses 1511 von Diebold von Arx erstellten hübschen Dachreiters des damals neuerbauten Rathauses wurde aus Eichenholz konstruiert (zur Verminderung seines Gewichtes) und mit Bleiblech – Ornamenten verkleidet, „welche nicht nur in der Form sondern auch in technischer Hinsicht durch geschickte angebrachte Luftlöcher zum Ausdünsten des Holzes auf einen erfahrenen Meister schliessen lassen“.

6.

7.

„Diebolt vo arx starb aº 1534“

a. UB: 14. Januar 1503 (Anna, Witwe von Anton Schermann mit Heinrich Gredler, prccurator des bischöflichen Hofes, bevogtet),  6.Juli 1507 (Anna Wwe. Von Anton Schermann, bevogtet mit Hans Böcklin des Rats, sodann ihre Tochter Elisabeth Schermann Frau von Heinrich von Sennheim). 5. April 1535 (Barbara  Bürckli Wwe. Des Diebolt von Arx, mit Hans Schaler des hafengiesser, des Rats, bevogtet), 1. Juni 1536 (Christian, Margret und Elisabeth  Kinder von Diebolt von Arcx sel. mit Hans Schaler des Hafengiesser des Rats bevogtet). 4. September 1539 ( Elisabeth von Arx, Frau von Hans Sattler der Kürschners , und Margret von Arx, Frau von F. Esslinger  der Brotbeck, beide Töchter von Diebolt von Arx sel. contra Schaler, des Rats als Vogt von Hans und Christian Söhne von Diebolt von Arx sel. auch für Barbara und Adelheid Kinder von Ursula von Arx sel. Tochter von Diebolt von Arx sel. der Frau von L. Suter sel. von Zeiningen wegen des Testaments von Elisabeth Schermann sel. 27.Januar 1550 (Margret von Arx Wwitwe des Fridli Esslinger, der Brodbeck mit Hans Leidens der Wollweber bevormundet.

b. FB: 24. Oktober 1508 (Diebolt von Arx Lohnherr und seine Frau Anna Seger, Witwe des Anton Schermann, des Rats) 12.März 1514 (Verkauf an Diebolt von Arx der Kannengiesser, und seine Frau Barbara Bürckli) 10.Mai 1530 „Diebolt von Arx  zu Zeiningen und seine Frau Barbara verkaufen …) 17.Juni 1557 (Verkauf an Caspar Hüglin der Brotbeck und seiner Frau Margret von Arx) 8.August 1565, 20 Januar 1569 10.September 1573 (do., Beruf Weissbeck)

8.

Historisches Grundbuch Schneidergasse 1758 bezw. 33: „ 1562 , März10.Privaturkunde, Hnns von Seltz der Kürssner zu Basel und seine Frau verkaufen Ellspethen von Arx will Hansen Sattlers des Gerichtspetten und Bürger zu Basel sel. Wittfrouwen 5 Gld. Gelts jerl. Zinsen von uff & ab irem Hus & Hofstatt als d. in der Statt Basel an der Schnydergassen, und Rechberg genannt ist. Ist zinsfrei. Um 200 Gld“.

9..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nr. 7

von Arx – Schenkli (Gerster)

Johannes (Hans) von Arx * 1521; Bürger von Basel und seit … Bürger von Liestal; Sohn des Diebolt von Arx und der Barbara Geborene Bürckli; 1557 Pfarrer zu Sissach Beleg Nr. 1. Der in den Basler Jahresrechnungen vom 1531/32 und 1533/34 vorkommende Hans von Arx geht mit ziemlicher Sicherheit diesen an Beleg Nr. 2. Gestorben 23. Juli 1581 in Sissach Beleg Nr. 3

Ehefrau: Christiana (Chrischona) geborene Schenkli gen. Gerster; ursprünglich von Basel; verehelich 26.November 1543 in Basel (St. Martin) vgl. Beleg Nr. 4; Tochter des Joachim Schenkli (aus dem Thurgau, wohl aus der alten Wiler Stadtschreiberfamilie; Ratssubstitut und Diener des Richthauses + 1543/44) und der Verena geborene Gerster (verehelicht erstmals mit Markuard Müller, Gerichtsschreiber, zweitmals um 1517 mit Joachim Schenkli drittmals 1543/44 mit Hans Dieter Müller in Brüglingen + um 1558. Gestorben nach 1569 Beleg Nr. 5

Kinder:

1.

Elisabeth von Arx; getauft 4. März 1545 in St. Alban – Basel

2.

Jakob von Arx  Nr. 8

3.

Gedon von Arx Nr. 9

Anna von Arx verehelicht 20. Juli 1558 in Liestal mit Jakob Gysin von Sissach ( Sohn des Heinrich Gysin und der Barbara geborene Hagmann)

4.

Belege:

„von Arx (ab Aix) genannt Schlosser, 1557 Pfarrer in Sissach“ Johannes von Arx wird hier in Klammer fälschlicherweise mit „Aix“ bezeichnet.

1.

Jahresrenungen 1531/32: „Item Iº LXVI lb empfangen von Ulin Wentzen unnd Hansen von Arx von Liestall so sy von wegen des korns so sy von den armen Leutenn dasinenn in der thure verkoufft wordeinzogen haben“. Jahresrechnungen 1533/34: „Item LI lb V sh empfangen von Hansen von Arx von Liechstl uff die schuld der LXXXXV viertzel korn so denen von Liechstal worden sind im XXXII jar“

2.

3.

„ den 23. Häumonat (Juli) 1581 starb der Pfarrherr Hanss von Arx zu Syssach.

4.

Ehebuch St. Martin vom 26. November 1543: „Johannes Arx vo liechstal und Christine schencklin“

UB: 27. April 1569 (Chrischona Schencklin gen. Gerster Frau von Hans von Arx Pfarrherr zu Sissach in das Erbgut ihres Bruders Hans Müller den. Gerstereingesetzt. Bürg: ihr Bruder Bläri Schenkli gen. Gerster, Schaffner in Klingental

5.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nr. 8

von Arx – Müller – Mertz:

Jakob von Arx; Sohn des Johannes von Arx und der Christiana geborene Schenklin; vermutlich Wirt zur „Sonne“ und Untervogt in Sissach, und gestorben am 29.August 1640

I. Ehefrau Anna geborene Müller; verehelicht 9. Juni 1578 in Sissach

II. Ehefrau Maria geborene Mertz; verehelicht 8. Mai 1598 in Sissach

Kind: (Vermutlich)

1.

Johann Jakob von Arx  Nr. 20

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Nr. 9

von Arx  - Rutingen:

Gedeon von Arx; geboren 13. Mai 1565 in Sissach; Sohn des Johannes von Arx und der Christiana geborene Schenklin; Gerber des Rats zu Liestal gestorben nach 1608

Ehefrau Elisabeth geborene Rutingen: verehelicht vor 1588 gestorben nach 1608

Kinder:

1.

Christiana (Chrischuna) von Arx beboren 15. September 1588 in Liestal

2.

Johannes von Arx geboren 29.März 1590 gestorben vor dem 13.April 1591 in Liestal

3.

Hans von Arx geboren 13.April 1591  in Liestal Nr. 10

4.

Jakob von Arx geboren 2.März 1593 in Liestal gestorben vor 1599

5.

Christian von Arx geboren 3. April 1994

6.

Adam von Arx geboren  4. Mai 1595 in Liestal

7.

Anna von Arx geboren 30. April 1597 in Liestal

8.

Jakob von Arx geboren 7. Januar 1599 in Liestal gestorben vor 1606

9.

Gedeon von Arx geboren 20. November 1599

10.

Ulrich von Arx geboren 17. Mai 1601 in Liestal

11.

Elisabeth von Arx geboren 5.Dezember 1602 in Liestal

12.

Thomas von Arx geboren 4. November 1604 gestorben vor 1608

13.

Hans Jakob von Arx geboren 29. Juni 1606 in Liestal

14.

Thomas von Arx geboren 19 Januar 1608 in Liestal

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Nr. 10

von Arx - Krafft – Ackermann

Hans von Arx  geboren 13. April 1591 in Liestal; Soh des Gedeon von Arx un der Elisabeth geborene Rutinger Gerber des Rats und des Gerichts zu Liestal Bannherr gestorben vor 1668 (19.März 1658 ?)

I. Ehefrau Magtalena geborene Krafft, verehelicht 5. November 1611 in Liestal Tochter des Caspar Krafft und der Magdalena geborene Wetzel, gestorben 1627/29

II. Ehefrau Barbara geborene Ackermann, verehelicht 9. Juni 1629 in Liestal Tochter des Mattias Ackermann und der Barbara geborene Seiler gestorben 1668

Kinder: I Ehe

Ursula von Arx  * 1613 vermutlich Ehefrau des Hans Uli Buser Amtspflegers zu Buckten  und † 22. November 1636 in Buckten

1.

2.

Gedeon von Arx * 30.August 1614 in Liestal † vor 1625

3.

Hans von Arx * 14. Mai 1618 in Liestal † vor 1623

4.

Caspar von Arx * 10 Oktober 1619 in Liestal

5.

Anna von Arx * 10. Oktober 1621 in Liestal † vor 1632

6.

Hans von Arx * 13.Juli 1623 in Liestal

7.

Gedeon von Arx * 12. Juni 1625  Nr. 11

8.

Hans Jakob von Arx * 11. Februar 1627 in Liestal

Kind II Ehe

9.

Anna von Arx * 22. März 1632 in Liestal verehelicht 1650 mit Hans Strübin Seiler † 1680

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Nr. 11

von Arx – Mercki

Gedeon von Arx * 12 Juni 1625 in Liestal Sohn des Hans von Arx und der Magdalena geborene Krafft Gerber † 1661/67

Ehefrau Küngold geborene Merrcki * 5. Juli 1635 Tochter des Caspar Mercki Metzgers un der Jakobea geborene Merian (cop. 1634) verehelicht 2. August 1654 in Liestal

Kinder

1.

Caspar von Arx * 3.Juni 1655 in Liestal

2.

Barbara von Arx * 6.Juli 1656 in Liestal verehelicht mit Hans Jakob Gysin Kupferschmied

3.

Jakobea von Arx * 16. März 1658 in Liestal verehelicht mit Hans Georg Meyer Metzger

4.

Christiana (Chrischuna) von Arx * 9.Oktober 1659 in Liestal

5.

Küngold von Arx * 25. September 1662 in Liestal verehelicht 1681 mit Adam Singysen. Wirt zu Frenkendorf  Kt. Basel – Land

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Nr. 12

von Arx – Rosenfeld

Heinrich von Arx (Arxer), Weber des Rats zu Basel Zunftmeister zu Webern, Sohn des ?; erscheint erstmals im Margzalsteuerverzeichnis von 1453/54; „Heinrich Arxser der Weber“ wohnte damals an der Webergasse 17, leistete bei einem Vermögen von 30 Pfund, einen Steuerbetrag von 3 Schilling, und gehörte der Zunft der „linweter weber“ an Beleg Nr. 1. Ferner figurierte er (auch seine Frau wird hier erwähnt) im Verzeichnis der schillingsteuerpflichtigen Bevölkerung von 1454 Beleg Nr. 2. – Dem Basler Rat gehörte er in den Jahren 1456/57, 1460/61 und 1465/66 als Vertreter der Zunft zu Webern an, dem „Collegium der Sieben“ in den Jahren 1458/59 (als Zunftmeister) und 1465/66 (als Ratsherr) vgl. Beleg Nr.3. – Am 24.April 1471 kauften er und seine Frau das Haus „zum Fürstenberg“ (Gerbergasse 1152 bezw. 75, welches seine Frau im Jahre 1476 verkaufre Beleg Nr. 4. Ferner werden er und seine Frau 1471/72 als Eigentümer des Hauses „zum Eichbaum“ (Steinenvorstadt 824 bezw. 7, bezeichnet Beleg Nr. 5 gestorben vor 1476.

Ehefrau Katharina geborene Rosenfeld, verehelicht vor 1453 gestorben nach 1476

Kinder. ?

Belege:

1.

Margzalsteuer 1453/54, steuerpflichtige Bevölkerung „der grossen Stadt enhet dem Birsich (St. Peter- und St. Leonhard – Kirchspiel) Webergasse“ (Nummer der Steuerliste:) 1357, (Strassennummer:) 17, „Heiner. Arxser der weber“ gehörte der Zunft 14, das heisst der Zunft der linweter weber an; Steuerbetrag 3 sh, Vermögen 1454 30 ib.

2.

Schillingsteuerpflichtige Bevölkerung von 1454: „Grossbasel, Enhet dem Birsich , St. Lienhart , Heuwberg und scharbengasse“, Nr. 712/1357: „Heinrich Arxser (weber) und sin wip“.

3.

Ratsbesetzungen von 1405/06 – 1481/82: „ Heinrich Arxer, Zunft der linwetter weber, 1456/57 … „ Heinrich Arxer, Zunft der linwetter weber, 1460/61 … „ Heinrich Arxer, Zunft der linwetter weber, 1465/6“. – Das „Collegium der Sieben von 1404/5 – 1482/3: 1458/9 „Heinrich Arxer Zunftmeister, Zunfz der linweter weber“; 1465/6 „Heinrich Argser, Ratsherr, Zunft der linweter weber“

4.

Historisches Grundbuch Gerbergasse 1152 bezw. 75, Haus zum Fürstenberg: „1471, April 24., Hans Büchsenmeister, caplan des Stifts verkauft an Heinrich Arxen den Weber die Reten und seine Frau Katharina das Haus & Hofstatt gen. Zer forst under den gerbern under dem barfüsser closter gelegen ist, um 100 fl, zinst (u.a.) dem sptal 1 lb, der bruderschaft s. Joh. Uf  Burg 10 sh, „. – „1476, Frontfastenzinse, Item von dem hus zu der Fust 5 sh das git Heinrich Argser der Weber (Barfüsser)“. – „1476 Kathrin Rosenfeldin will. Heinrich Arxer eins Webers verlassene Witwe verkauft an Jacob Vest dem schumacher Hus & Hofstatt gen. Zer Fust“.

5.

Historisches Grundbuch Steinenvorstadt 824 bezw. 7, Haus zum Eichbaum: 1471, Sabbo an sina dnii (?) Heinrich Arxer und seine Frau Katharina als Hauptverkäufer und Hans Rosenfeld und seine Frau als Mitverkäufer verkaufen an Hannsen Büchsenmacher 5 fl gelts ab der Häuser … , sodann ab dem Hus & Hofstatt gelegen an den Steinen, um 100 fl“, - 1472, Mercurii p. Mathei (23. September) , Heinrich und seine Frau Kathrin verkaufen an Heinrich Vol gen. Sigmund der Weber und seine Frau das Hus gen. Tierers hus, an den Steinen um 35 fl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nr. 13

von Arx - ?

Gabriel von Arx; Sohn des ?, Glaser; empfängt im Jahre1498 die Himmelzunft Beleg Nr. 1; gestorben vor 1532 Beleg Nr. 2

Ehefrau Catharina geborene ?; verehelicht vor 1500 Beleg Nr. 3 gestorben nach 1532.

 

Kind:

1.

Sofia von Arx gestorben nach 1532

Belege:

1.

Himmelzunft; es empfängt diese „Gabriel von arx, der glaser 1498“

2.

UB: 20.Juni 1532 (Catharina, Witwe von Gabriel von Arx, und ihre Tochter Sofia mit Conrad Dürrmeyer bevogtet)

3.

FB: 9.April 1500 (Verkauf an Gabriel von Arx der Glaser und seiner Frau Catharina)

 

 

 

 

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Nr. 14

Jecklin (Jakob ?) von Arx, Krämer, wurde vor dem Jahre 1406 in die Safran – Zunft aufgenommen vgl. Beleg , 1406 war er bereits Sechser, Todesdatum ?

Beleg: Safran – Zunft „ vor 1406 Jeglin Arz kremer“

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Nr. 15

Elisabeth von Arx; Tochter des ?; verehelicht vor 1512 mit Johannes Spyrer (1507 – 1529), Prokurator des bischöflichen Hofes zu Basel. Am 30. November 1512 kaufen sie das Haus „z. kleinen Konstanz“ (Weissegasse 1131 bezw. 2) das sie am 16. Februar 1513 verkauften vgl. Beleg.

Beleg: Historisches Grunbuch Weissegasse 1131 bezw. 2, Haus z. kleinen Konstanz: „1512, V. Andree (30.November) Johannes Spyrer, procuratior  des bischöflichen hofs und seine Frau Elsbeth von Arx kaufen das Hus gen. Z. kl. Constentz, in d. wyssengasse um 131 lb“. – „1513 Mitwoch nach Invocavit (16.Februar) Johans Spyrer des Bischöfl. Hofs procuratori und seine Frau Elsbeth von Arx verkaufen Hus & Hofstatt gen. Cleinen Constenz in d. Wyssengasse, um 40 lb“

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Nr. 16

Dorothea von Arx; Tochter des ? (könnte identisch sein mit der Tochter Dorothea von Nr. 17); verehelicht mit Jakob Ryter, 1543 – 1610, Dekan in Liestal. Ihre beiden Wappen sind enthalten in den Exlibris aus den Jahren 1577, 1580 und 1591

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Nr. 17

von Arx – Zeller – Mennli

Jakob von Arx , Sohn des ? Wirt zum „Rüden“ (Basel) gestorben von 1544

I. Ehefrau ? geborene Zeller; Tochter des Wilhelm Zeller, von Liestal;

II. Ehefrau Maria geborene Mennli; gestorben  1544/49

Kinder I. Ehe

1.

Jakob von Arx Nr. 18

2.

Agnes von Arx erscheint seit 1544; gestorben 1. November 1547 in Liestal

Kinder II. Ehe

1.

Dorothea von Arx erscheint seit 1544 (vgl. auch Nr. 16); kaufte am 18. 1550 mit ihrem Bruder Gladi das Haus „ z. schwarzen Rüden“ (Rüdengässlein 1168 bezw. 3); am 19. Oktober 1559 werden sie noch als Egentümmer dieses Hauses erwähnt Beleg Nr.2; gestorben nach 1559;

2.

Anna von Arx erscheint seit 1544; gestorben nach 1544

3.

Gladi von Arx erscheint seit 1549; über Kauf des Hauses zum schwarzen Rüden vgl. oben Kind 3; gestorben nach 1559

Belege:

1.

a. UB: 3.März 1544 (Dorothea und Anna, Kinder von Jakob von Arx sel., Wirt zum Rüden, und seine Frau Maria Mennli mit Hans Stehelin  der Seiler bevogtet. 15.März 1544 (Maria Mennli Wwe. Von Jakob von Arx mit Heinrich Bydinger bevogtet), 18.März 1544 (Jakob und Agnes Kinder von Jakob von Arx sel. Wirt zum Rügen, und ihrs Grossvaters Wilh. Zeller, von Liestal, in das Erbgut von Jakob von Arx sel. eingesetzt; Bürge: Heinrich Bydinger der Gremper) 4.Februar 1549 (Gladi Sohn von Jakob von Arx Wirt zum Rüden, und seine Frau Maria Mennli sel. auf Begehren des Vetters Martin Mennli des Hutmachers mit Hans Stehelin des Seilers bevogtet), 11.Januar 1558 (Gladi und Dorothea Kinder von Jakob von Arx sel. mit Hans Müller Wirt zur Blume, bevogtet.

b. FB: 29.Oktober 1555 (Joachim Degenhart als Vogt von Gladi und Dorothea, Kinder von Jakob von Arx sel., vergantet wegen Schuld das Haus von Verena Gerster Wwe.)

2.

Historisches Grundbuch Rüdengässlein 1168 bezw. 3 Haus zum Rüden: „1550, Juni 18., Arbogast Hegy der Wirt zur Krone und seine Frau verkaufen an Gladi und Dorothea will Jacob von Arx des Wagners (?) sel. Kinder das Hus & Hofstatt samt Stall, uff der Kuttelbrucken, gegen die Badestuben über, und an dem hus zum Blauwenstein gelegen, stosst hinten uff den Birsich, und zum schwartzen Rüden genannt ist, um 290 fl; zinst jährl. Dem Augustinercloster 35 sh , Andresen Bischoff 2 lb, Statt Basel 10 sh, und dann dem Spital 8 sh 8 dn, sonst frei“. – „ 1556 Oktober 21., Gladin und Dorothea, Jocoben von Arx sel. Khinder haben Sebastian Brunners des Wagners Hus & Hofstatt an d. Kuttelbruckhen, vor dem Frauwenbad über … z. schwartzen Rüden gen. Ist, versessener zinsen halp, als sclich Hus ihnen jährl. 9 lb 10 sh zinst, gefrönt“. – „1559 Oktober 19., Gladin und Dorothea wyl Jochen von Arx sel. Khindern, haben Baschen Brunner des Wagners Hus & Hofstatt an der Kutelbruckhen, vor dem Frauwenbad über, und an den Stägen zum Byrsich hinab gelegen, und z. Schwartzen Rüden gen. Ist, versessener zinsen wegen, als solich Hus ihnen jährl. 9 lb 10 sh zinst, gefröhnt“. – In den späteren Jahren werden die beiden nicht mehr erwähnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nr. 18

von Arx - Müller

Jakob von Arx; erscheint seit 1. Februar 1541, Sohn des Jakob von Arx und der ? geborene Zeller (Nr. 17) Wagner (?) Bürger von Liestal; seit 1557 Bürger von Basel. (vgl. Beleg)

Ehefrau Barbara geborene Müller verehelicht 2. August 1547 in Liestal

Kinder ?

Beleg: Aufnahme als Bürger von Basel: „1557, Jakob von Arx ein Wagner von Liestal“.

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Nr. 19

Heinrich von Arx; ein solcher kommt in den Jahresrechnungen 1488/89 vor: „Item Heinrich von Arx von des habern wegen so er uff Sambstag vor vocem jocunditatis Aº quo supra by rechnung schuldig bliben ist, tut VII lb XIX sh . Mit grosser Wahrscheinlichkeit geht das (Nr. 4) an; der andere in diesem Stamme vorkommende Heinrich von Arx (Nr. 12) starb schon 1476. – Ferner figuriert mehrmals ein Heinrich von Arx  im Zunftbuch der Schlüssel – Zunft; dieser amtete bei dieser Zunft als Stubenmeister. Welchen es von den beiden Genannten angeht ist ungewiss.

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Nr. 20

von Arx – Buser

Johann Jakob von Arx; lebt 1636, Amtspfleger in Sissach, seit 14. Januar 1654 Untervogt in Sissach, Wirt zur „Sonne“, gestorben 13. August 1654 (vermutlich Sohn von Nr. 8)

Ehefrau Anna geborene Buser; Tochter des Heinrich Buser Untervogts zu Buckten, verehelicht 15. November 1636 in Sissach;

Kinder ?

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Kanton Basel - Land

 

Kennen wir nun die Geschichte im Lande der Urbigener, so schreiten wir zu derjenigen im Gebiete der Rauracer. Die letzteren wohnten ehemals am nördlichen Abhange des Juras. Rauracer, Rauraei hießen die ältesten Bewohner in Basels Gegend, an der nordwestlichen Grenze Helvetiens; mehr oder weniger umschloss dasselbe den jetzigen Kanton und einen Teil des vormaligen Bistums Basel. – Eigentlich ist der heutige Kanton Baselland ja erst 1832 entstanden, aus der Trennung des Kantons Basel in den Stadtteil und die Landschaft.

Wie schon erwähnt, waren die Gemeinden (Bände) unseres Landes in Gaue (papi) vereint, deren politische Grenzen meist natürlichen Marken waren, wie z. B. Bergkämme, Flüsse, Bäche. Unterschieden wurde gebautes und ungebautes Land. Das erstere zerfiel wieder in eine Anzahl von Teilen: Hube, Schupposse. Jeder Mansus wurde nach Juchart gemessen, nämlich so viel man mit einem Joch Ochsen in einem Tage umzupflügen vermochte, die Wiesen nach Mannwerk, Tagwen, d. h. so viel ein Mann im Tag mähen und heuen konnte. Zu jedem Gut gehörten überdies noch gewisse Berechtigungen am ungeteilten Land (Allmend), Rechtsame, welche wohl unter der allgemeinen Formel „Wunne und Waide“ gemeint waren. – So war der „Pagus Sisigaugensis“ 835 ein Teilgau des älteren Augstgaues. Der Augstgau wurde wohl unter Karl dem Grossen geteilt in den Sisgau, Frickgau und Buchsgau. – Nach den burgundischen Königen war Kaiser Heinrich III. Besitzer der Landgrafschaft Sisgau. Am 1. Mai 1041 schenkte er dieselbe dem Bischof Theodorich II. von Basel zu Eigen, der sie als Lehen dem Grafen Rudolf Schenkte, vermutlich dem Stammvater der Grafen von Alt-Thierstein und Homberg. In ihrem Hause vererbte sie sich auf Wernherr III. von Homberg. Als Erbe trat Rudolf II. von Habsburg ein, dessen Töchter Gertrud und Heilwig ihren Gatten, Ludwig und Hermann von Froburg, die Landgrafschaft als gemeinsames Lehen zubrachten. Sie erbte sich in den beiden Häusern Froburg – Waldenburg und Froburg – Homburg weiter. Von Hermann von Homburg ging 1303 der homburgische Teil an Wernher von Homburg über. Dieser nahm seinen Bruder Ludwig und seinen Stiefvater Rudolf von Habsburg in die Gemeinschaft seines Teiles auf. Nach ihrem Tode kam der Sisgau in den Besitz Wernhers II. von Homburg und Johannes I. von Habsburg und verblieb nach Wernhers Tod in des letzteren alleinigen Besitze. Im Hause der Habsburg - Laufenburger erbte die Landgrafschaft sich fort bis zu ihrem Aussterben (1408). Der letzte Froburger nahm 1363 Sigmund von Thierstein als Gemeinder auf. Nach Johann von Froburgs Tod (1366) teilten sich Rudolf von Habsburg und Sigmund von Thierstein die Landgrafschaft.

In diese Zeit (10.Nov. 1345) fällt eben das Auftreten jenes Hans Arxer, der innerhalb des Gemeindebannes Niederdorf (ARXHOF) sei Gut bebaute.

Mit dem Tode des letzten Habsburgers fiel das Lehen ganz den Thiersteinern zu, soweit nicht einzelne Teile dem Lehen entfremdet waren.  Der letzte Thiersteiner sicherte den Übergang an die Falkensteiner. Die letzteren, da sie Geld benötigten, die Landgrafschaft am 13.Aug 1461 an die Stadt Basel mit allen Rechten um 10'000 rheinische Gulden ab. Von da an suchten aber die Bischöfe von Basel noch lange ihre Rechte gelten zu machen. Erst am 1. April 1585 gelangte die Stadt in den endgültigen Besitz der Landgrafschaft. Da Basel versuchte, die bezahlte Summe von 200'000 fl. durch Erhöhung des Weinumgeldes in der Landschaft wieder einzubringen, kam es 1591 – 1594 zum unblutigen „Rappenkrieg“.

Nachzutragen wäre, dass das „große Sterbet“, der schwarze Tod, die Pest, die namentlich 1349 in jener Gegend wütete, sehr viele Menschen ums Leben brachte; nach Wurstisen starben in der Stadt Basel alleine 14'000 Personen. Noch größeres Unheil, welches wiederum Stadt und Land traf, war das Erdbeben vom 18. Oktober 1356. Basel ging unter; aber auch die Umgebung Basels hatte schwer zu leiden. Alle Kirchen und Burgen in der Umgegend wurden zerstört. – Am 23. Januar 1400 schloss Basel mit Bern ein Bündnis, ein Jahr später, unter Erneuerung auf 20 Jahre, auch mit Solothurn. Bald nach dieser Zeit (1406) tauchten Vertreter unseres Geschlechts in der Stadt Basel auf; vermutlich waren diese schon einige Jahre früher dort ansässig.

Der genannte Rappenkrieg war ein Versuch zur Geltendmachung der alten Rechtsverhältnisse. Damals wohnte in Sissach ein Jakob von Arx, „untervogt und gastgäb zur Sonne“ (+29. Aug. 1640; vermutlich Basler – Stamm). – Als es im April 1591 in der Landschaft unruhig geworden war, ließ die Stadt verschiedene Leute verhaften; der Vogt auf Farnsburg bat jedoch, die Verhaftungen einzustellen, da sonst ein Aufruhr entstehen würde. Durch den „Sonnen“-Wirt Jakob von Arx zu Sissach erfuhr Basel die Namen der rechten Rädelsführer.

Bei dem großen Bauernaufruhr von 1653 spielte der Sohn des Genannten eine gewisse Rolle. Als nämlich am 5. April jenes Jahres in Oberdorf eine Anzahl Leute beim Wein zusammensassen, vernahmen sie, dass der Untervogt Jakob Wirz von Buus, neben dem Amtspfleger und „Sonnen“-Wirts Johann Jakob von Arx von Sissach ein der Obrigkeit treu gebliebener Beamter, sich bei seinem Schwiegersohne Martin Jenni aufhalte. Etwa 12 Mann durchsuchten den Hof, fanden aber den Untervogt nicht. Sofort eilten diese Leute nach Sissach, nahmen den Amtspfleger von Arx in seinem Wirtshause zur „Sonne“ gefangen und leerten ihm Küche und Keller. Das gleiche Schicksal erlebte noch einige andere. Als gegen Abend die abkommandierten Ausschüsse mit einem günstigen Berichte heimkehrten, wurden die Gefangenen sofort freigelassen. –

Die Geschichte dieses Landesteils weiter zu verfolgen liegt nicht im Rahmen dieser Arbeit. Wir gehen daher auf die, für die Familiengeschichte weitaus wichtigere Stadtgeschichte Basels ein.

 

der Stadt Basel

 

1. Geschichte.

Die erste nachweisbare Erwähnung Basels als „Basilia“ im Jahre 374, anlässlich eines Aufenthaltes Kaiser Valentinians I. Wichtig und entscheidend für die weitere Entwicklung war zu Anfang des 7. Jahrhunderts der Übergang des Bischofsitzes aus dem durch die Alemannen verwüsteten Augst nach Basel. – Seinen größten Aufschwung erhielt Basel durch die Einrichtung der Zünfte, von denen die meisten in der Mitte des 13. Jahrhunderts gestiftet wurden.

Lange bestand der Rat aus einem Bürgermeister vom Ritterstande, acht Rittern und acht Bürgern. Die Ritter waren Dienstleute des Bischofs; die Bürger, sog. Achtbürger, hatten die Stellung von Patriziern. Die Handwerker waren von der Stadtverwaltung ausgeschlossen. Der Bischof ernannte den Oberzunftmeister. – Die Rittergeschlechter hassten den aufblühenden Handwerkerstand und drückten ihn, wo sie konnten.

Nach dem Erdbeben vom 18. Okt. 1356 entwickelte Basel eine größere Kraft als je vorher; die vielen Fehden, in die seine Bürger verwickelt wurden, stählten deren Kraft, statt sie mutlos zu machen. Sie wussten, dass ihre Kraft in der Größe der Stadt und in der Stärke und Einigkeit ihrer Bürger bestand; daher die Leichtigkeit, mit der das Bürgerrecht erworben werden konnte. Die Gebühren waren mäßig; wer ein Kriegszug mitmachte, erhielt das Bürgerrecht zum Lohne. Auf diesem Wege verdiente sich z. B. Kunzmann von Arx (vgl. Basler – Stamm, Nr. 1) im Jahre 1406 das Basler Bürgerrecht auf dem Zuge nach Pfeffingen. – Im Jahre 1376 brachte die so genannte  „böse Fasnacht“, an welcher sich der österreichisch gesinnte Adel so übermütig betrug, dass die Bürger, zum Zorne gereizt, über ihn herfielen und manchen verwundeten oder töteten, Basel in große Bedrängnis. Nur unter harten Bedingungen wurde der Friede ermittelt, und nur ganz allmählich stärkte sich das Vertrauen der Bürgerschaft wieder. Es äußerte sich dies zunächst in der Zulassung des Zunftmeister - Kollegiums in den Rat (1382). Dieser bestand fortan aus vier Rittern, acht Bürgern (den deswegen sog. Achtbürgern), fünfzehn Zunftgenossen und fünfzehn Zunftmeistern. Der Vorsitzende des Zunftmeister – Kollegiums, der Oberzunftmeister, wurde neben dem Bürgermeister das zweite Haupt der Stadt. – Der trotzige Übermut des Adels, welcher am 09. Juli 1386 bei Sempach seinen Lohn erhielt, scheint auch in Basel die Kraft der Bürgerschaft geweckt und so die Entwicklung des Gemeinwesens eingewirkt zu haben; Herzog Leopold von Österreich fiel in jener Schlacht.

In der Folge blieb der Bischof Herr der Stadt und gab ihr zur Ausübung der Gerichtsbarkeit und der lokalen Verwaltung einen Schultheißen. Ein aus dem Schult- heissengericht hervorgegangener Rat bemächtigte sich aber nach und nach der Verwaltung. -  Im Jahre 1400 erwarb die Stadt, zunächst Pfandweise, für 22'000 Gulden vom Bischof Humbrecht von Neuenburg Stadt und Burg Waldenburg, die Feste Homburg und die Stadt Liestal.

 Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstanden neue Wirren in der Stadt und Kämpfe mit dem Adel. – In der Mitte des 14. Jahrhunderts genossen die Ritter und Achtburger noch ihres alten Ansehens im Regimente der Stadt; ihre Welterfahrung und auch ihr Reichtum gaben ihnen immer noch ein Übergewicht im Rate, was die Zünfte respektierten. Aber im Kampfe mit Österreich änderte alles. Die Stadt bedurfte großer Geldmittel zur Erwerbung der bischöflichen Rechtsamen und zur Kriegsführung; sie begann Einkommens- und Vermögenssteuer zu erheben. Die Ritterschaft wollte sich diesen Abgaben jedoch nicht unterziehen, berief sich auf das alte Bischofsrecht und ihre Steuerfreiheit. Die Zünfte waren jedoch der Ansicht, wer in der Stadt wohne und ihren Schutz genieße, müsse auch ihre Lasten tragen helfen. Der Konflikt wurde durch den Umstand verschärft, dass die Herren Lehen von Österreich besaßen; das machte sie zu Feinde der Stadt im Kriegsfalle. – Das Steuerbuch von 1429 gibt uns einlässlich Kund über die Vermögensverhältnisse unseres Geschlechtsgenossen Konrad von Arx (Spengler; vlg. Basler – Stamm, Nr. 1). Der von ihm geleistete Steuerbetrag betrug 4 Gulden, d. h. er verteuerte ein Vermögen von 1000 – 1500 fl. (damaliges Steuergesetz: „wer 1500 guldin wert hat untz an thusent guldin wert der git 4 guldin“).

1431 wurde in Basel ein Konzil eröffnet, das bis 1447 dauerte. Als eine Armee französischer Söldner, die Armagnaken, ins Elsass eindrang, wurde es geplündert. Das bedrohte Basel verbündete sich 1440 mit Bern, im folgenden Jahre, unter Erneuerung auf 20 Jahre, auch mit Solothurn. 1444 näherten sich die Armagnaken der Stadt, und am 26. Aug. wurde die Schlacht von St. Jakob an der Birs geschlagen. Die Franzosen, obwohl siegreich, verzichteten auf eine Fortsetzung des Feldzuges gegen die Eidgenossen, aber nicht auf ihre Absichten auf Basel. Doch die Verhandlungen zu Ensisheim, wohin der Dauphin, Ludwig von Frankreich, zurückgekehrt war, die Vermittlung Ludwigs von Savoyen und endlich die Aufforderung des Kaisers Friedrich an den Dauphin, das Land zu verlassen, brachte diesen zum Nachgeben. Am 20. September wurde ein Waffenstillstand, am 31. Oktober in Zofingen der Friede geschlossen.

2. Zunftwesen.

a) im Allgemeinen.

Die Einwohnerschaft weltlichen Standes der Bischofsstadt Basel zerfiel im Mittelalter in die drei sozial getrennten Gruppen der Ritter, der Bürger und der Hand -werker. Korporativ bildeten die Ritter und die Bürger zusammen die „Hohe Stube“. Die Handwerker ihrerseits, als Hofleute ursprünglich in hofrechtliche Innungen eingeteilt, taten sich später zu Zünften zusammen

schluessel

Zum Schlüssel (Kaufleute): Tuchhändler, Gewandschneider;

 

hausgenossen

Hausgenossen (oder: zum Bären): Münzer, Wechsler,   Goldschmiede, Glocken- und KannengießerAls sich die Hausgenossen zwischen 1377 und 1388 das Haus zum „grauen Bären“ als Zunfthaus kauften, hieß die Zunft fortan auch Bärenzunft

 

weinleuten

Zur Gelten: Weinhändler;

 

safran

Zum Safran (Krämer): namentlich die mit Spezereien Handel Treibende;

 

rebleuten

Zu Rebleuten: Feld- und Rebbauern

 

brotbecken

Brotbäckerzunft;

 

schmieden

Schmiedezunft;

 

gerbern

Gerber- und Schuhmacherzunft;

schuhmachern

schneidern

Schneidern- und Kürschnerzunft;

kuerschnern

gartnern

Gartnerzunft (Gärtner, Wirte, Grempner, Fuhrleute, Seiler);

 

metzgern

Metzgerzunft;

 

spinnwettern

Spinnwetterzunft: Bau- und Holzhandwerker, Verband der Maurer, Zimmerleute, Steinmetzen, Bildschnitzer, Hafner, Tischmacher (Schreiner). Der Name rührt davon her, weil die Bauleute in Spichwarts oder Spichwerters Haus ihre Trinkstube hatten (1475 Zunft ze Sinwerters Hus, 1508 Zunft zum Spinwetter. 1856 Zunft zu Spiwettern);

 

 

himmel

Zum Himmel (Maler, Sattler, Sporer) und Zum Sternen (Scherer);

z_goldenen_stern

webern

Weberzunft (Walker, Bleicher, Färber, Passementer = Seidenfärber);

 

fischern

Fischern- und Schiffleutenzunft

schiffleuten

Die vier erstgenannten Zünfte hieß man später die Herrenzünfte. Der Name rührt davon her, dass in Anbetracht der vornahmen Art jener Zünfte, ihre Ratsmitglieder in der Amtssprache nicht „Meister“, wie die der übrigen Zünfte, sondern „Herren“ genannt wurden. Diese Zünfte nahmen daher eine Mittelstellung zwischen den übrigen Zünfte und der Hohen Stube ein. Durch die Herrenzünfte konnte denn auch der soziale Aufstieg vom Handwerkerstande zum Patriziat genommen werden, indem der reich gewordene Handwerker sich dem Handel zuwandte, was auch bei den von Arx der Fall war.

 An der Spitze jeder Zunft standen der Zunftmeister und der Zunftvorstand, die „Sechser“ genannt (die 6 Vorgesetzten jeder Zunft). Während im 14. Jahrhundert jede Zunft noch selbst ihren Zunftmeister wählte, machte später ein Ratsbeschluss diese Wahlen zum ausschließlichen Rechte der Sechser. Die Sechser selbst, ursprünglich von der Zunft gewählt, wurden seit dem 15. Jahrhundert vom Sechser – Kollegium gewählt und zwar so, dass die abgehenden Sechser die neuen Sechser bestimmten. -

Die Sechser bildeten den Grossen Rat, der seiner zahlreichen Mitgliedschaften wegen  (15 x 12 = 180 Mitglieder) wenig Zusammenberufen wurde. Schon der Kleine Rat mit seinen 64 Mitgliedern war zu zahlreich, als dass er für die Besorgung der gewöhnlichen Geschäfte der täglichen Staatsverwaltung geeignet gewesen wäre. Für die wichtigsten Zweige der Verwaltung bestanden besondere Kommissionen oder Kollegien. Das angesehendste war das Dreizehner – Kollegiums, das schon im 15. Jahrhundert vor – kommt. – Dem „Collegium der Sieben“ gehörte in den Jahren 1458/59 (als Zunftmeister) und 1465/66 (als Ratsherr) Heinrich von Arx (Arxer; Weber) an.

Unser Geschlecht war zur Hauptsache in den sog. Herren – Zünfte vertreten, nämlich (die Nummern beziehen sich auf den Basler – Stamm);

a) Schüssel: Nr.   3,  5;

b) Hausgenossen (Bären): Nr. 2,  4,  6;

c) Safran: Nr.   1,  2,  3,  4,  5,  6, 14;

ferner:

d) Himmel: Nr.  13;

e) Webern: Nr.  12.

Zweckmässigkeitshalber erläutern wir die genannten Zünfte einzeln.

Zunft zum Schlüssel: Namentlich durch ihren Reichtum und ihren ausgedehnten Verkehr erhielt die Zunft der Kaufleute, zum Schlüssel genannt, die erste Stelle (im Rang der Zünfte). Als einziges Handwerk, im Gegensatz zu der wirtschafts- politischen und gesellschaftlich nahe stehenden Safranzunft, wies die Schlüsselzunft nur die Tuchscherer auf. Caspar von Arx Gewandmann, Tuchmann, war 1473 Sechser und 1486 Seckelmeister dieser Zunft. Er war doppelzünftig: zur Safran, wie auch sein Sohn, Hans Friedrich von Arx, Tuchscherer. Der letztere erneuerte die Schlüssel- und die Safranzunft im Jahre 1497. Betrieb nämlich ein Sohn das väterliche Geschäft weiter, so brauchte dieser die Zunft nicht neu zu kaufen, sondern erneuerte dieselben um den ermäßigten Preis. Es ist dies ein Vorrecht zur Zünftigkeit der „zunfterborenen“ d. h. der n a c h  dem Zunftkaufe des Vaters erzeugten Söhne. Die Zunfterneuerung ist also kein Wiedereintritt eines schon Zünftiggewesenen.

Zunft zu Hausgenossen (zum Bären): Dieser Zunft gehörten an: Hans von Arx, Gewandmann, seit 1452 (doppelzünftig: Safran seit 1437), dessen Sohn, Heinrich von Arx, Kaufmann, später Vogt auf Homburg, seit 1467 (ebenfalls doppelzünftig: Safran seit 1473 infolge Zunfterneuerung), sowie sein Enkel, Diebolt von Arx, Kannengiesser, später ebenfalls Vogt auf Homburg, seit 1500 infolge Zunfterneuerung (doppelzünftig: Safran seit 1504 infolge Zunftkauf).

Zunft zum Safran:  Zum Safran, der die Krämer umfasste, war die Mehrzahl der von Arx zünftig: 1) Konrad von Arx Spengler, seit 1406, 1408 Stubenmeister, 1437 Sechser; 2) Hans von Arx, Tuchhändler, seit 1437 (doppelzünftig: Hausgenossen seit 1452); 3) Caspar von Arx, Gewandmann, seit 1467 infolge Zunfterneuerung, hatte nur die Seelzunft (doppelzünftig: Schlüssel, war in jener Zunft Sechser und Seckelmeister; 4) Heinrich von Arx, Kaufmann, seit 1473 infolge Zunfterneuerung (doppelzünftig: Hausgenossen seit 1476); 5) Hans Friedrich von Arx, Tuchscherer, seit 1497 ebenfalls infolge Zunfterneuerung (doppelzünftig: Schlüssel seit dem gleichen Jahre); 6) Diebold von Arx, Kannengießer, seit 1504 infolge Zunftkauf mit Barzahlung (doppelzünftig: Hausgenossen seit 1500 infolge Zunfterneuerung); 7) Jecklin von Arx, Krämer, war 1406 bereits Sechser dieser Zunft. – Es ist angängig, diese Zunft etwas eingehender zu verfolgen:

Die Zünftigkeit zu Krämern, die lebenslänglich galt, beruhte auf dem schon in der Frühzeit des 13. Jahrhunderts zur Geltung kommende Axiom, dass kein hier niedergelassener Gewerbetreibender oder Handwerker ohne Zunft als selbständiger Geschäftsherr oder Meister seinen Beruf ausüben durfte. Speziell bei den Krämern lässt sich seit dem 14. Jahrhundert die Tendenz verfolgen, neu aufkommende Handwerke und Industriezweige durch die Eingliederung in die Zunft sich dienstbar zu machen und in Abhängigkeit zu halten. Hieraus erklärt sich die Krämerzünftigkeit mehrerer Gewerbe, für die eine andere Zunft aus technischen Gründen viel näher gelegen hätte. – Die Erwerbung der Zunft geschah durch Kauf. Ein Ratserkanntnis vom Jahre 1403 bestimmte, dass alle diejenigen, die sich zur Teilnahme an einem Kriegszug das Bürgerrecht verdienten, auch unentgeltlich in die Zunft aufzunehmen seien, in welche ihr Beruf sie weise. Auf diese Weise erhielt eben auch Konrad von Arx, Spengler, im Jahre 1406 kostenlos die Zunft zu Krämer; er erwarb sein Bürgerrecht auf dem Zuge nach Pfeffingen. (Damals wurden 564 Bürger aufgenommen, wovon den Krämern 45. Der Auszug nach Pfeffingen geschah am 5. Nov. 1406 unter Aufgebot der ganzen Streitmacht. Es war auf Eroberung Pfeffingens abgesehen; aber noch ehe die Belagerung begonnen hatte, stellte sich Freiherr Thüring von Ramstein als Vermittler ein und brachte rasch Belagerer und Belagerte zu einem Vergleich.) – 1423 setzte die Zunftgemeinde die Taxe auf 4 Florin Gulden 2 Schilling fest; diese ansehnliche Summe wurde von der Minderzahl bar entrichtet. Der genannt Diebold von Arx wurde infolge Zunfterneuerung mit Barzahlung aufgenommen. Im 17. Jahrhundert erhöhte die Safranzunft zweimal ihre Gebühren im Hinblick auf den starken Zustrom der (Zunft-) Fremden (Refugianten).

 Zum Safran gehörten viele Handwerksgattungen. Der Kürze halber werden nachstehend nur die Gattungen aufgezählt, denen die von Arx angehörten.                                   

Es wurden gezählt:

1401 – 1450

1451 – 1500

a) Krämer:

111

92

b) Spengler:

35

7

c) Tuchleute:

13

23

d) Nicht safranzünftige Berufe

(wie: Kannengießer usw.):

34

64

Von unverkennbar großer Bedeutung war die Erschließung des Orients durch die Kreuzzüge gewesen. Sie steigerte den Verbrauch von fremdländischen Produkten, von Gewürzen für die Küche, von Medikamenten und Parfümen, von Rauchstoffen für den kirchlichen Kult. Mit deren Import tat sich auch für die Basler Krämer eine neue Welt auf. Welche Bedeutung diesen Handelsprodukten im alten Basel zukam, erhellt aus dem Umstande, dass die zünftigen Krämer, die sich mit dem Vertrieb des wärmenden Ingwer, des samtweichen Safran, des würzkräftigen Pfeffers befassten, ihr ältestes Gesellschaftshaus und dadurch ihre Gesellschaft selbst zum „Ingeber“ d. h. Ingwer, nannten. Noch erinnert heute der Name Imbergässlein an jenes längst verschwundene Gebäude. Urkundlich 1372 erstmals erwähnt, wurde die Zunft „Safran“ genannt.  -  Der Ausdruck Safran führt seinem Ursprung nach in die Zeit des Altertums und in die Länder des Orients. Er ist die persische Bezeichnung des Crocus sativus. Vom Blütenstaub dieser Blume wurde die gelbe, dem Purpur Gleichgeschätzte Farbe gewonnen, deren Pracht die Könige der Perser und Phryger schmückte. Früher schon auch in Griechenland kultiviert, war der Crocus dann gleichfalls in Italien zu finden. Das kaiserliche Rom verwendete die Crocusblüte um ihre Farbe und ihres Duftes willen, und von der getrockneten und gestampften Narbe als Gewürz machten die römische Kochkunst und Medizin reichlich Gebrauch. in späterer Zeit scheint dann der Safran durch die Araber neuerdings nach Europa gebracht worden zu sein, zunächst nach Spanien, später nach Italien, von wo aus dann die Pflanze auch nordwärts vordrang. Schon in den Zolltarifen des 14. Jahrhunderts wurde bei uns der Safran rubriziert und für die großen Importmengen gibt beispielsweise der bekannte „Safran – Krieg“ vom Jahre 1374 ein beredtes Zeugnis. Der damals nach allen Seiten in Fehen verwickelten Stadt Basel wurde am oberen Hauenstein durch Henman von Bechburg ein heimreisender Kaufmannszug ausgeplündert, wobei den Wegelagern als wertvollste Beute acht Zentner Safran in die Hände fielen. In ähnlicher Weise wurde 1410, im Kriege Basels mit Österreich, den beiden Safranzünfter Henman Offenburg und Heinrich von Biel nahe bei Innsbruck eine Fuhre mit Safran und anderem Venediger Gut geraubt. – Von diesem kostbaren Gewürze hat die Krämerzunft nicht nur ihren Namen bekommen, sondern die Cocusblume wurde, heraldisch stilisiert, auch das Wappenbild der Zunft. Die Lilie findet sich aber auch im Wappen verschiedener Patriziergeschlechter und zu Safran altzünftiger Familien, so auch in demjenigen der von Arx

Namentlich der Schwiegervater des Hans von Arx, Hans Irmi, war ein tätiger Basler Krämer, seit 1456 Zunftmeister zu Safran. Als Geschäftsfreund des Hauses Medici, als Agent und Diener des Francesco Sforza, Herzogs von Mailand, hat dieser Hans Irmi speziell das italienische Geschäft gepflegt, dem auch seine Nachkommen durch drei Generationen hindurch oblagen. Die Irmi waren es, die das damals neueste Produkt der Lombardei, den Reis, in Basel bekannt machten. Die Tochter des Hans Irmi I., Elsina Irmi, war eben die Frau des Hans von Arx.

Ebenfalls der Handel leinener, baumwollener und seidener Stoffe gehörte seit dem Mittelalter zur safranzünftigen Krämergerechtsame, während der Handel mit fremden Wolltuchen den Kaufleuten zum Schlüssel zustand. Seine Tuch- und Gewandleute waren vor allem die Importeure der am Orte nicht herstellbaren feinen Tuche aus der Lombardei, aus den Niederlanden, von London, Köln, Ulm usw. Damit nicht zufrieden, begannen die Krämer nun auch wertvolle, fremde Tuche zu importieren und gleich den „Gewandschneidern“ im Detail auszuschneiden. Diese Eingriffe in das schlüsselzünftige Monopol des lokalen Schnittverkaufes wurde nach jahrelangen Zwistigkeiten 1432 vor Bürgermeister und Rat derart verglichen, dass der Schlüssel den Krämern den ausschließlichen Detailverkauf auf alle billigen weißen und grauen Tuche bis 4 Schilling zubilligte, während der Safran den Gewandschneidern das Monopol auf die kostbaren Tuche unangefochten lassen sollte. Aus wirtschaftlichen Gründen, im Hinblick auf freies, ungehemmtes Handeln, machten aber Kaufleute und Krämer von der erlaubten Doppelzünftigkeit Gebrauch, so auch Caspar von Arx und sein Sohn Hans Friedrich von Arx.

Zunft zum Himmel: Diese empfing im Jahre 1498 der Glaser Gabriel von Arx,

Zunft zu Webern: Dieser gehörte an: Heinrich von Arx (Arxer), Weber, bereits schon 1453 zünftig, als Rat zu Basel in den Jahren 1456/57, 1460/61, 1465/66 und dem „Collegium der Sieben“ in den Jahren 1458/59 als Zunftmeister, sowie 1465/66 als Ratsherr. – Die Leitung geschah ebenfalls durch den Zunftmeister, der den Vorstand (Sechser) jeweils mündlich zum „Bott“ (Gebot, Aufgebot, gebotenes Ding, Geding = Sitzung) einlud, meistens auf den Abend oder Sonntag, um keine Arbeitszeit zu verlieren. Wer ohne redliche Ursache nicht erschien, wurde um ein Pfund Wachs oder mehr bestraft (sog. Wachsgeld). Diese Leistungen waren die letzten Reste der alten Naturalwirtschaft. Mit acht alten Rappen, den sog. Wachsgroschen, bezahlten sie. Die Seckelmeister sammelte das Wachs und überbrachte es dem Kerzenmacher zur Präparation. – Ferner wurde bestimmt: Die Sechser sollten „in gebührenden Kleidung zum ‚Bott’ erscheinen und nicht ohne Hosen und nackten Beinen“.

3. Militärwesen.

Wie in anderen Städten, so beruhte auch in Basel im Mittelalter die Wehrkraft wesentlich auf der Bürgerschaft. Die Einheiten, nach denen die Bürger militärisch eingeteilt waren, wurden gebildet durch die einzelnen 15 Zünfte und die als „Hohe Stube“ bezeichnete Gesellschaft der Ritter und Achtburger. Bis zur Aufhebung der Hohen Stube im Jahre 1515 lag dieser speziell die Stellung der Reiterei ob, während die Zünfter das Fußvolk bildeten und auch den Wachtdienst in der Stadt zu besorgen hatten. Die Wehrpflicht begann mit dem vollendeten 14. Altersjahr, später, im 16. Jahrhundert, mit dem vollendeten 16. Altersjahre. – Für den Auszug waren die 15 Zünfte in vier gleich starke Abteilungen eingeteilt, die 4 Banner, zu denen seit 1392 die bewaffnete Bürgerschaft Kleinbasels noch als fünftes Banner trat. Innerhalb der 5 Panner hatten die Zünfte ihre Feldzeichen. Das gemeinsame Feldzeichen des ganzen Auszuges war das Stadtbanner. – Ebenfalls für die Stadtverteidigung waren die Zünfte in vier, seit 1411 in fünf Gruppen eingeteilt. In Alarmfällen war der Sammelplatz aller Wehrpflichtigen der Kornmarkt. – Mit der seit 1400 eingesetzten Erwerbung des Landgebietes gesellte sich zu den Zunftkontingenten der Zuzug aus den Vogteien. Was die Bewaffnung betrifft, hatte jeder Bürger die Pflicht, sich auf eigene Kosten auszurüsten. Es geschah dies entweder mit dem ganzen Harnisch, bestehend aus Panzer, Beckenhaube oder Kesselhut und Blechhandschuhe, oder dann  - für die wenig Begüterten – mit dem halben „Harnesch“.  – Die Leitung des Kriegswesen lag seit 1373 in den Händen eines Ratsausschusses; zuerst waren dies die „Heimlicher“, seit 1406 die „Neuner“, seit 1445 die „Dreizehner“:

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