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Utzenstörfer Stamm

 

Aus der Chronik des Stammbaumes

Geforscht und hergestellt von Dr. O. Marti Bern, März 1954
Wurde mir freundlicherweise von Frau B. Kummer von Utzenstorf (Lokal Historikerin) Zugesandt.

Aus Niederbuchsiten stammte Heinrich von Arx, der Wagner, der 1515 in Solothurn Bürger wurde, bei Schmieden eingezunft und mehrere Jahre dem grossen Rat dieser Stadt angehörte. Bei der Reformation war er einer der aktivsten Führer der reformierten Partei. Als im Jahre 1533 die Reformation im Kanton Solothurn endgültig gescheitert war, flüchtete er sich mit einigen prominenten Glaubensgenossen ins Bernbiet; dort wohnte er vorderhand als Hintersässe (Richtburger) in Büren an der Aare. Nach langem Hin und Her kam im Mai 1536 endlich ein Abkommen mit Solothurn zustande, das den Flüchtigen erlaubte, zu geschäftlichen Zwecken sich vorübergehend auf Solothurner Gebiet aufzuhalten, wodurch ihnen namentlich möglich wurde, ihr Hab und Gut, das ihnen ohne Abzug belassen werden musste, wieder in Besitz zu nehmen.
Heinrich war nun in der Lage, sich an einem Orte anzukaufen und dauernd niederzulassen; er wird das auch getan haben, und zwar in Utzenstorf; dort sind die von Arxen erst nach 1532, aber vor 1555 ansässig geworden. Heinrich darf daher als Begründer und Stammvater dieses Geschlechts gelten, das, bisher über dreihundert Nachkommen zählend, während nahezu vier Jahrhunderten ohne Unterbruch das Schmiedehandwerk im Heimatdorf betreute

   von Arx Utzenstorf 2           Utzensdorf

                                                                  Das erste von Arx Wappen                   Das Utzenstorfer Wappen

Utzenstorf

Utzenstorf ist eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Fraubrunnen des Kantons Bern in der Schweiz.

Utzenstorf liegt auf 476 m ü. M., 9 km südlich der Stadt Solothurn (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich in der flachen Schwemmlandebene der Emme, östlich des kanalisierten Flusslaufs, im Schweizer Mittelland.

Die Fläche des 17.0 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des zentralen Berner Mittellandes. Trotz seiner Grösse ist das Gebiet fast völlig eben; die fruchtbare und landwirtschaftlich intensiv genutzte und im Durchschnitt 5 km breite Schwemmebene der Emme steigt gegen Süden leicht an. Die kanalisierte und begradigte Emme bildet im Westen und Süden die Gemeindegrenze und wird von einem schmalen Waldgürtel begleitet. Nach Osten erstreckt sich der Gemeindeboden über eine breite Landwirtschaftszone bis in ein ausgedehntes Waldgebiet mit dem Burgerwald, dem Neu - Ischlag und dem Oberholz. Östlich dieses Waldes befinden sich die Verkehrsstränge der Autobahn A1 und der im Rahmen von Bahn 2000 erbauten Neubaustrecke Bern - Olten, entlang welchen streckenweise die Grenze verläuft. Nur ein kleines Gebiet mit dem Chölfeld, dem Lindenrain (494 m ü. M.) und dem Loonwald liegt östlich dieser Verkehrsachsen. Der höchste Punkt von Utzenstorf wird mit 498 m ü. M. am Ufer der Emme im äussersten Süden des Gemeindebannes erreicht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 10 % auf Siedlungen, 28 % auf Wald und Gehölze, 61 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land. Zu Utzenstorf gehören die Ortsteile Landshut (472 m ü. M.), Schachen (474 m ü. M.) und Ey (478 m ü. M.) am westlichen Dorfrand, der Weiler Altwiden (485 m ü. M.) im Altwidenfeld südlich des Dorfes sowie zahlreiche Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Utzenstorf sind Koppigen, Niederösch, Oberösch, Ersigen, Kirchberg, Aefligen, Bätterkinden, Wiler bei Utzenstorf und Zielebach.

Mit 3852 Einwohnern (Ende 2005) gehört Utzenstorf zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 95.5 % deutschsprachig, 0.7 % albanischsprachig und 0.7 % sprechen Italienisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Utzenstorf belief sich 1850 auf 1651 Einwohner (damals grösste Gemeinde des Amtsbezirks), 1900 auf 1843 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl kontinuierlich zu, wobei die grössten Zuwachsraten während der 1960er Jahre verzeichnet wurden. 1970 wurden 3191 Einwohner gezählt. Utzenstorf war lange Zeit ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute bietet die Gemeinde rund 1800 Arbeitsplätze an. Mit 10 % der Erwerbstätigen, die noch im primären Sektor beschäftigt sind, hat die Landwirtschaft noch immer einen gewissen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Auf den fruchtbaren Böden wird überwiegend Ackerbau, Gemüseanbau und Obstbau betrieben. Auch die Forstwirtschaft trägt zu den Einkünften der Gemeinde bei. Etwa 46 % der Erwerbstätigen sind im industriellen Sektor tätig, während der Dienstleistungssektor 44 % der Arbeitskräfte auf sich vereinigt (Stand 2001).

Die wichtigsten Unternehmen in Utzenstorf sind die Papierfabrik Utzenstorf AG, die Hug Maschinenfabrik AG und die Steffen - Ris AG. Daneben gibt es über 100 kleinere und mittlere Unternehmen der Branchen Bau- und Transportgewerbe, Nahrungsmittelverarbeitung, Informatik, Elektroindustrie, Holzverarbeitung, Gartenbau und mechanische Werkstätten. Neue Wohnsiedlungen entwickelten sich seit den 1960er Jahren vor allem am östlichen und südlichen Rand von Utzenstorf. Die Gemeinde ist verkehrsmässig recht gut erschlossen. Sie liegt an einer Verbindungsstrasse von Bätterkinden nach Burgdorf respektive nach Koppigen. Der nächste Anschluss an die Autobahn A1 (Bern - Zürich) befindet sich rund 7 km vom Ortskern entfernt. Am 26. Mai 1875 wurde die Eisenbahnlinie von Burgdorf nach Solothurn mit einem Bahnhof in Utzenstorf in Betrieb genommen. Für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr sorgt eine Buslinie, welche die Strecke von Koppigen via Utzenstorf und Bätterkinden nach Messen bedient.

Das Gemeindegebiet von Utzenstorf kann auf eine sehr lange Siedlungstradition zurückblicken. Auf den leichten Erhebungen von Bürglenhubel, Lindenrain und Bachtelenbrünnen wurden Speerspitzen und weitere Überreste aus der Jungsteinzeit gefunden. Aus der Bronzezeit stammt ein Hügelgrab mit reichen Grabbeigaben (darunter eine Gürtelkette). Nur wenige Einzelfunde lassen darauf schliessen, dass das Gebiet während der Römerzeit kaum besiedelt war. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte bereits im Jahr 1009 unter dem Namen Uranestorfus. Später erschienen die Bezeichnungen Uzonsdorf (1182), Hucenstorff (1282), Uzzestorf (1314), Utzansdorf (1329), Utzenstorf (1345) und Utzistorf (1362). Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Uzzo oder Uzzi zurück und bedeutet somit Dorf des Uzzo/Uzzi.

Seit seiner ersten Nennung war Utzenstorf der Mittelpunkt der gleichnamigen Grafschaft (comitatus Uranestorfus), die zum Königreich Hochburgund gehörte. Die Zähringer erbauten im 12. Jahrhundert wahrscheinlich an der Stelle eines burgundischen Vorgängerbaus eine neue Burg, die Burg Landshut. Diese ging später an ein kyburgisches Ministerialengeschlecht, das sich von Uzansdorf nannte. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Herrschaft Landshut mit Utzenstorf an verschiedene Gläubiger der Kyburger verpfändet. 1413 erwarb der Bernburger Rudolf von Ringoltingen diese Herrschaft, doch lag die hohe Gerichtsbarkeit fortan bei der bernischen Landvogtei Wangen. Mit dem Verkauf der Herrschaft Landshut im Jahr 1514 gelangte das Dorf unter die direkte Berner Herrschaft. Das alte Herrschaftsgebiet wurde zur Landvogtei Landshut umgewandelt, welche neben Utzenstorf auch Bätterkinden, Wiler bei Utzenstorf und Zielebach umfasste. Als Sitz des Landvogtes diente das Schloss Landshut. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Utzenstorf während der Helvetik zum Distrikt Burgdorf und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt.

Nachdem das Gelände bei Utzenstorf während des Zweiten Weltkrieges als Militärflugplatz zur Verfügung gestanden hatte, wurde ab 1945 der Bau eines Flughafens in der weiten Ebene östlich des Dorfes diskutiert. Dieses Projekt scheiterte jedoch am harten Widerstand der Bevölkerung.

Die reformierte Kirche Sankt Martin im Stil der Spätgotik stammt von 1522. An der Stelle mehrerer Vorgängerbauten wurde diese Kirche unter Einbezug einiger älterer Teile, darunter des Frontturms von 1457 neu erbaut. Sie birgt wertvolle Wappenscheiben aus der Zeit der Frührenaissance. Das Pfarrhaus, in dem Jeremias Gotthelf seine Jugendzeit verbracht hatte, wurde 1727 errichtet. Im Ortskern sind zahlreiche charakteristische Bauernhäuser mit Walmdächern und Speicherbauten (teils noch strohgedeckt) aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten. Am nördlichen Ortsrand steht das Schloss Landshut, das einzige Wasserschloss des Kantons Bern, in einem grossen Landschaftspark.

Der Stammbaum von Arx Utzenstorf

von Arx 1 Utzevon Arx 2 Utzevon Arx 3 Utze

 

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