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Zofinger – Stamm.
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Siegel von Arx 11


Nr. 1:
Hans von Arx; 1350 Mitglied des Kleinen Rats.
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Nr. 2:
Heinz von Arx; 1376 Mitglied des Grossen Rates; 1397 Mitglied des Kleinen Rats; des Gerichts.
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Nr. 3:
Heini von Arx; 1400 Mitglied des Grossen Rats; des Gerichts.
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Nr. 4:
Hans von Arx; Metzger; Bürger von Zofingen; des Rats; des Gerichts. Urkundlich wird er wie folgt erwähnt:
a)1434, Juli 19., Zofingen, als Zeuge bei einem Ding
b)1447, April 17., Zofingen, als Zeuge an einem Gerichtstag; er wird hier als Bürger und Rat von Zofingen bezeichnet;
c) 1450, Aug. 21.; Zofingen, wird bei einem Kauf erwähnt, ebenfalls seine Ehefrau Gerde Kissling;
d) 1450, Okt. 15., Zofingen, als Zeuge; wird genannt als Mitglied des Gerichts uns als Bürger von Zofingen
Seine Ehefrau: Gerde geborene Kissling, Tochter des Jost Kissling
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Nr. 5:
Hans von Arx; 1480 Mitglied des Grossen Rats; des Gerichts.
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Nr. 6:
Adelheid von Arx; verehelichte Tulliker, verheiratet mit Rütschmann Tulliker, Messerschmied (1436 des Grossen Rats, 1444 des Kleinen Rats 1455 Schultheiß); wird genannt unterm 26. August 1499 im Jahrzeitbuch des Stifts Zofingen.
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Nr. 7:
Konrad von Arx; Chorherr zu Zofingen; Kaplan zu Zofingen; wird genannt unterm
28. Oktober 1499 im Jahrzeitbuch des Stifts Zofingen, bez. „Dns. (dominus, Herr) Conr. de Arx, capellanus“, und im Jahrzeitbuch der Clarissinen in Zofingen (Jarzit buoch der Swestern Zofingen Imm ergöev).
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Nr. 7:
Margreth von Arx, verehelichte Gutjar, verheiratet mit Uly Gutjar (1480 Mitglied des Grossen Rats zu Zofingen), wohnhaft in Zofingen; kaufte am 15. Februar 1504 eine Gült.

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Urkundlich können nur nachgewiesen werden: Nr. 4, 6, 7 und 8; anhand der zitierten Urkunden und Jahrzeitbücher. Was die Zuverlässigkeit der Angaben über die Personen Nr. 1 – 3 und 5 anbelangen, so darf darauf kein großes Gewicht gelegt werden. Die letztern sind entnommen  - Merian führt sie zwar in seinen Aufzeichnungen auch an -  aus dem „Tobnium Politikum oder Weltliches Ämterbuch der Stadt Zofingen“; der Autor dieses Werkes (es wurde gedruckt in Zofingen, ohne Angabe des Jahres) ist unbekannt. – Es ist sehr zweifelhaft, dass schon 1350 ein Hans von Arx (Nr. 1) im Kleinen Rate zu Zofingen saß. Er müsste wohl auch schon einige Zeit in Zofingen ansässig gewesen sein, bevor er  als Bürger und hierauf in den Rat aufgenommen wurde; denn ein solches Amt war gewöhnlich nur einem Stadtbürger zugänglich. Immerhin muss man vor Augen halten, dass damals die Bindung an die Scholle, an Grund und Boden, lange nicht so stark war, wie man sich das gemeinhin vorstellt. Namentlich die Zofinger Messe, die im ganzen Buchsgau bekannt war, war es die die Handwerker anlockte, und dass sich dort solche für dauernd niederließen, ist verständlich. Aus späterer Zeit ist uns ein solches Beispiel bekannt. Im Handwerksbuch der Zofinger Hafner (aufbewahrt in dortigen städtischen Museum), das auch Namen fremder Geschirrhändler enthält, ist folgender Eintrag vorhanden: „1798, den 24 Augusten haben gleichen tag(s) sich nachfolgende lassen einkauffen als Geschirrhändler für an Mark(t)tagen feil zu haben: Frantz Joseph von Arx von Olten mit l gl,…“. Um nämlich an den Jahrmärkten in Zofingen zugelassen zu werden, hatten sich die fremden Geschirrhändler bei den städtischen Hafnern einzukaufen, dessen Erlagung vom Handwerksschreiben im Handwerksbuche getreulich registriert wurde. (Eine Ofenkachel mit dem Namen des Franz Josef von Arx datiert 1819, bewahrt das Historische Museum Olten auf.)
Das Jahrzeitbuch des Stifts Zofingen enthält unterm 30. Januar 1499 noch folgenden Eintrag: „Arxen, der vögte von Egerkingen“; im demjenigen der Clarissinnen steht unterm gleichen Datum: „Die vögte von egerkingen hend den stok auch ghan darnach Hans von arx darnach liensli schnewli“. Ebenfalls wird Hans von Arx im erstgenannten Jahrzeitbuch unterm 3. Juli 1499 nochmals erwähnt. In welchem Zusammenhang dieser von Arx von Egerkingen mit dem Zofinger- Stamm steht, ist mangels Akten nicht zu erbringen.

Geschichtliches: Zofingen (1190 Zuovingen, 1201 Zovingen; vielleicht von althochdeutsch Zobo, dem Namen eines alemannischen Sippenführes) kam im Jahre 1145 durch die Heirat aus dem Besitze der Grafen von Lenzburg an die Grafen von Froburg, von denen sich fortan eine Linie nach Zofingen nannte. Seit 1242 wird ein städtischer Rat genannt. – Ende des 13. Jahrhunderts ging Zofingen durch einen, wahrscheinlich erzwungenen Kauf von den Froburgern an das Haus Habsburg über; Herzog Rudolf IV. verlieh am 22. November 1363 Zofingen ein Stadtrecht. Die Stadt erfreute sich im 14. Jahrhundert unter Habsburg - Oestrreich. einer großen Selbständigkeit, in dem Handel und Gewerbe blühten. – Nachdem schon am 28. September 1393 ein Brand einen großen Teil der Stadt zerstört hatte, wurde diese am 15. Juli 1396 neuerdings, und zwar fast vollständig, ein Raub der Flammen. So wurde auch das städtische Archiv eine Beute des Feuers; das Spitalarchiv konnte gerettet werden. Namentlich an älteren Urkunden entstand ein sehr empfindlicher Verlust. Diese beiden Brandkatastrophen brachten der Stadt in ihrer Entwicklung einen großen Rückschlag, die Zahl der Einwohner ging zurück. Hatten ihre bisherigen Ratsbehörden (so schon 1350) aus 18 (Kleiner Rat) und 60 (Großer Rat) Mitgliedern bestanden, so gingen sie jetzt auf 12 resp. 40 Mitglieder zurück.
Würde doch zutreffen, dass jener Hans von Arx schon 1350 in Zofingen ansässig war, so würde sein Wegzug nach Zofingen (aus dem „Gäu) in jene Periode fallen, in welcher die Stadt unter der Herrschaft der Froburger stand.

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